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Mit einem Kamera-Wagen wurde vor einem Jahr der Zustand aller Straßen erfasst.

Stadt bringt ihr Straßennetz auf Vordermann

Adalbert-Stifter-Straße wird komplett saniert

Geretsried - Die Stadt Geretsried steigt in ein professionelles Straßenunterhaltsmanagement ein. Den Anfang macht die Sanierung der Adalbert-Stifter-Straße. 

Mit Hilfe eines so genannten Straßenunterhaltsmanagements will die Stadt Geretsried ihr Straßennetz auf Vordermann bringen. Damit die Bürger davon auch etwas merken, soll noch in diesem Jahr die Adalbert-Stifter-Straße komplett saniert werden. Das beschloss der Bauausschuss am Dienstagabend einstimmig.

Vor einem Jahr fand im gesamten Stadtgebiet eine Kamera-Befahrung für rund 50 000 Euro statt. Dabei wurden alle Verkehrsflächen und deren Zustand digital erfasst und bewertet. Im Ergebnis kam das beauftragte Ingenieurbüro zu dem Schluss, „dass die Straßen in Geretsried im Durchschnitt nicht schlechter sind als in anderen Städten in Bayern“, erklärte Jan Klinger vom Bauamt. Er zeigte in der Sitzung den Ausschnitt einer Karte, auf der die Straßen grün, gelb und rot markiert sind. „Unser Ziel ist es, langfristig alle roten Straßen wegzubringen“, erklärte Klinger. Diese sind in einem so schlechten Zustand, dass sie eigentlich gesperrt werden müssten.

Das gilt für die Adalbert-Stifter-Straße nicht. Dennoch schlug Klinger vor, diese noch in diesem Jahr zu sanieren. Mit 18 000 Fahrzeugen am Tag ist die innerörtliche Nord-Süd-Achse die meist befahrene Straße in Geretsried. „Von dort bekommen wir auch die meisten Beschwerden.“

Der Ausschuss reagierte zunächst zögerlich. Er hatte Sorge, dass die Straße wieder aufgerissen werden muss, wenn die neue Wohnanlage an der Ecke Buchenweg beziehungsweise das Hallenbad neben dem Schulzentrum gebaut wird. Weiter abzuwarten, davon riet Klinger jedoch ab. „Die Straßen werden immer schlechter, und die Leute regen sich auf. Irgendwann muss man Nägel mit Köpfen machen“, sagte er und überzeugte damit auch den Ausschuss.

Einstimmig beschloss er, die Adalbert-Stifter-Straße noch in diesem Jahr komplett abfräsen und neu asphaltieren zu lassen. 350 000 Euro sind dafür bereits im Haushalt eingeplant. Die Sanierung erfolgt in den Schulferien. Klinger geht davon aus, „dass eine einwöchige Vollsperrung ausreicht“.

Sabine Schörner

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