Eine Sirene, im Hintergrund Himmel
+
Weitgehend Stille: Am bundesweiten Warntag heulte im Landkreis nur die Geretsrieder Sirene. (Symbolfoto)

Landratsamt klärt auf

Stille am Warntag: Deswegen ertönte nur in Geretsried eine Sirene

  • Franziska Konrad
    vonFranziska Konrad
    schließen

Am bundesweiten Warntag heulte im Landkreis nur eine Sirene: in Geretsried. Das Landratsamt klärt auf.

Bad Tölz-Wolfratshausen – Künftig findet an jedem zweiten Donnerstag im September der sogenannte bundesdeutsche Warntag statt. Er soll mit Sirenengeheul, Lautsprecherdurchsagen und Nachrichten von Warn-Apps dazu beitragen, die Bevölkerung für Notlagen und Katastrophen-Szenarien zu sensibilisieren.

Zur Premiere am Donnerstag sorgte der doch mit einigem Getöse angekündigte Warntag bei vielen Bürgern (nicht nur) im Landkreis für Verwunderung: Pünktlich um 11 Uhr heulte nämlich nur in Geretsried die Sirene. Den Grund dafür erläuterte auf Nachfrage unserer Zeitung Sabine Schmid, Sprecherin im Landratsamt. „Dass lediglich in Geretsried der Alarm ertönte, liegt einfach daran, dass dort die einzige Sirene im Landkreis steht, die dieses Signal noch empfangen kann. Alle anderen wurden nach Ende des Kalten Krieges abgebaut.“

Sollte es tatsächlich einmal zu einer Gefahrenlage kommen, steht in Weidach eine mobile Sirene bereit. „Die kann im Falle eines Falles von Einsatzfahrzeugen transportiert und im gesamten Landkreis eingesetzt werden“, so die Pressesprecherin.

Grundsätzlich gilt: Bei jedem Probealarm gibt es zwei Heultöne. „Einer ist auf- und abschwellend. Das bedeutet, dass die Bürger den Hörfunk einschalten sollen. Dort erhalten sie weitere Informationen, wie sie sich verhalten sollen“, erklärt Schmid. Der andere Ton ist gleichbleibend. „Hört man ihn, dann ist die Gefahr vorüber.“  kof

Auch interessant

Kommentare