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„Viva Italia“: In einem Projekt lernten die Schüler viel über das Urlaubsland.  

Schüler zeigen, was in ihnen steckt

Tanzen und Kochen: Projekttage an der Geretsrieder Mittelschule 

Zwei Vormittage lang beschäftigten sich die Schüler der Ganztagsklassen an der Mittelschule einmal mit anderen Dingen als Bruchrechnen und Englischvokabeln. Die Projekttage am Schuljahresende haben mittlerweile Tradition.

Geretsried – Was sie in den zwei Tagen mit externen Fachleuten und Lehrern gelernt, gefertigt und erlebt haben, präsentierten die Mädchen und Buben am Mittwoch in der Aula des Karl-Lederer-Hauses.

14-jährige Schülerin leitet Tanzkurs

Die Tänzerin Nina Forgber hatte mit den Jugendlichen eine Choreografie einstudiert, die sich sehen lassen konnte. Der „Modern Jazz Funk Dance“ enthielt Elemente aus Hip Hop, Freestyle und Akrobatik. Eine weitere Gruppe betätigte sich ebenfalls tänzerisch. Das Besondere daran: Der Kurs wurde von einer Schülerin geleitet. Die 14-jährige Selima Morina hat mit einigen Mädchen eine Modern-Dance-Show auf die Beine gestellt, in der jede Teilnehmerin auch einen kleinen Soloauftritt bekam.

Für ihr an der Schule bislang einmaliges Engagement sowie für ihr allgemeines soziales Verhalten zeichnete Rektorin Magdalena Singer die Achtklässlerin sogar aus. Selima erhielt 100 Euro Prämie. Zudem hat die Regierung von Oberbayern ihr ein Ferienseminar spendiert.

Singer selbst bekam auch ein Geschenk von den Schülern. Eine Projektgruppe hatte zusammen mit der Lehrerin Helga Kelischowsky Tücher und T-Shirts mit Batik verschönert. Für ihre Schulleiterin bedruckten die Jugendlichen ein Stoffsäckchen und befüllten es mit beruhigendem Lavendel.

Pizza backen und Eis herstellen

„Viva Italia“ hieß es für ein Dutzend kleiner Köche. Sie backten mit Eva Paulerberg und Gabi Kovacevic vom Trägerverein Jugend- und Sozialarbeit Pizza. Als Nachspeise stellten sie selber Eis her. Nebenbei erfuhren sie einiges über der Deutschen liebstes Urlaubsland.

Weitere Projekte waren der Besuch des Sport- und Erlebnisparcours im Stadtwald, ein Mountainbike-Crashkurs im Dirt-Park auf der Böhmwiese sowie das Thema Street Art. Nach dem Vorbild des Künstlers Evol entwarfen die Teilnehmer eine Stadtlandschaft aus Karton und Naturmaterialien. Ihren eigenen Film mit dem Titel „Respekt“ drehten eine Handvoll Mädchen und Buben zusammen mit dem Medienpädagogen Heiko Komma. In Kurzsequenzen zeigten sie, wie man an der Schule miteinander umgehen sollte und wie nicht.

Die Projekttage hatte der Leiter der gebundenen Ganztagsbetreuung, Rudi Mühlhans vom Trägerverein Jugend- und Sozialarbeit, gleich mit der Gründung des Ganztagszugs eingeführt. Seitdem finden sie jedes Jahr statt. Rektorin Singer nennt sie eine wichtige Einrichtung: „Die Jugendlichen können hier außerhalb des Lehrplans einmal zeigen, was in ihnen steckt.“

Tanja Lühr

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