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Chef auf dem Eis: Moritz Lauer (vorne) vertritt derzeit den erkrankten Andreas Dornbach als Rats-Kapitän.

Klassenerhalt in der Bayernliga

River Rats: Als Team noch enger zusammengerückt

Eishockey - ESC-Interimskapitän Moritz Lauer über Angstgegner, den Klassenerhalt und das Interesse am Geretsrieder Eishockey.

Trotz der 2:3-Niederlage gegen den EV Pegnitz war die Stimmung am Sonntagabend gut bei den River Rats. Aufgrund der zeitgleichen Germeringer Pleite in Pfaffenhofen ist den Geretsriedern Platz zwei in der Bayernliga-Abstiegsrunde und damit der Klassenerhalt im letzten Spiel in Germering nicht mehr streitig zu machen. Nach dem aufregenden Match vor der Saison-Rekordkulisse von 620 Zuschauern sprach unser Mitarbeiter Eduard Hien mit Außenstürmer Moritz Lauer. Der 28-jährige Disponent aus Königsdorf vertrat gegen Pegnitz den erkrankten Andreas Dornbach als Kapitän.

-Herr Lauer, mit einer Niederlage den Klassenerhalt geschafft, weil die Konkurrenz patzte – das gelingt nicht alle Tage. Warum hat es gegen Angstgegner Pegnitz wieder einmal nicht gereicht. Es war die elfte Niederlage im zwölften Duell?

Im ersten Drittel waren wir am Drücker, haben leider das Ziel verfehlt, ständig danebengeschossen. Bei unserem 5-3-Überzahlspiel haben wir uns dann ganz ungeschickt angestellt und das 0:2 kassiert.

-Im zweiten Abschnitt lief es so, wie man es von ihrem Team vor eigenem Publikum erwartet. Wie beurteilen Sie diese Phase des Spiels?

Wir sind hoch erhobenen Hauptes aus der Kabine gekommen. Uns ist dann gleich der Anschlusstreffer und danach auch recht zügig der Ausgleich gelungen. Im Schlussabschnitt hatten die Pegnitzer das etwas glücklichere Händchen. Ein Remis in der regulären Spielzeit wäre gerecht gewesen. Der dritte Zähler als Zusatzpunkt hätte dann über das Penaltyschießen entschieden werden können.

-Die River Rats haben einen Spieltag vor Beendigung der Play-down-Runde den Klassenverbleib bereits sicher in der Tasche. Wie erklären Sie sich die Steigerung nach der Hauptrunde, die Ihr Team als abgeschlagener Tabellenletzter mit lediglich 14 Zählern auf dem Konto beendet hatte?

Wir sind als Mannschaft noch enger zusammengerückt und hatten ganz klar das Ziel Klassenerhalt vor Augen. Auch die Umstellung von vier auf drei Blöcke hat sich bezahlt gemacht. So sind wir enger im Spiel und haben mehr Eiszeiten. Knackpunkt für mich war das zweite Wochenende in der Abstiegsrunde, als wir 5:2 in Pfaffenhofen und zu Hause mit 9:0 gegen die IceHogs gewonnen haben.

-Sie waren zuletzt für den erkrankten Kapitän Andreas Dornbach Spielführer. Wie fühlt man sich in dieser Position?

Es ist eine verantwortungsvolle Aufgabe, das Team zu führen. Meine Kollegen groß zu motivieren, war aber nicht nötig. Jeder wusste, um was es geht. Wir hatten immer das Ziel des Nichtabstiegs vor Augen, und da hat jeder für jeden gekämpft. So wollen wir auch die letzte Begegnung angehen.

-Gegen Pegnitz haben die Zuschauer erneut die tollen Leistungen Ihrer Mannschaft honoriert. 620 Besucher sind gekommen. Wie ist das als Spieler, vor vollen Rängen zu spielen?

Es macht riesigen Spaß, vor so einer tollen Kulisse zu spielen. Auch dass Freikarten an den Schulen verteilt wurden und Korbinian Holzer (NHL- und Nationalspieler, der im Geretsrieder Nachwuchs seine Eishockeywurzeln hat – Anm. d. Red.) 120 Tickets spendierte, unterstreicht das Interesse am Verein, der bedauerlicherweise ohne Dach leben muss.

-Am Sonntag steht die letzte Partie bei den Wanderers Germering auf dem Programm. Fahren Sie jetzt ganz entspannt zu den Münchner Vorstädtern?

Das wird ein harter Fight werden. Wenn Germering und zeitgleich Pegnitz gegen Pfaffenhofen gewinnt, haben beide Mannschaften 17 Punkte. Germering würde aber aufgrund des besseren direkten Vergleichs die Relegation bestreiten, die Oberfranken direkt absteigen. Wenn wir in Germering schon einen Zähler holen, wäre das toll. Für uns wäre das das Sahnehäubchen, auch wenn es dann für die Wanderers möglicherweise eng wird.

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