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Zum Draußen ein Drinnen: Der Tennisclub mit Vize Ingo Lutze (li.) und Ersten Vorsitzender Klaus Köhler wünscht sich eine Tennishalle.  

Kommt bald eine eigene Halle?

Tennisclub Geretsried macht sich fit für die Zukunft

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Um auch zukünftig gut gerüstet zu sein, hat der Tennisclub in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses vorgefühlt, ob es möglich wäre, auf dem Spielgelände eine Tennishalle zu errichten.

Geretsried – Im Sommer ist alles gut beim Tennisclub Geretsried: Zehn Plätze stehen für die 340 Mitglieder bereit. Im Winter hingegen gestaltet sich das Training schwieriger. Die Spieler müssen auf die Hallen in Bad Heilbrunn, Starnberg, Schäftlarn und Wolfratshausen ausweichen, weil sie selbst keine überdachten Plätze haben.

Eine eigene Halle wäre von Vorteil. Deswegen hat der Tennisclub in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses vorgefühlt, ob es möglich wäre, ein Gebäude auf zwei der Spielfelder am Parkplatz zu errichten. Die Räte stimmten der Voranfrage prinzipiell zu. „Wir wollten sehen, ob die Möglichkeit bestehen würde“, erklärt Vorsitzender Klaus Köhler auf Nachfrage.

Plan wird ans Landratsamt weitergegeben

Er will den Plan nach der Zustimmung des Bauausschusses an das Landratsamt weitergeben, damit es prüft, ob eine Tennishalle gebaut werden kann. Dann müsste sich der Verein Gedanken über die Finanzierung machen. Köhler hat sich vergleichbare Bauwerke in Niederbayern angeschaut. Mit Umkleiden und Aufenthaltsbereich wäre aktuell mit 900.000 Euro für die Errichtung zu rechnen.

„Die Bücher waren im positiven Bereich“, berichtet Köhler. Die Investition würde sich für den Verein lohnen, da er günstige Tarife anbieten könnte. Bei neuer Bauweise könnten die Energiekosten niedrig gehalten werden. Etwa zwei Euro würden pro Stunde und pro Platz anfallen. Derzeit zahlen Vereinsmitglieder im Schnitt 30 Euro pro Stunde, wenn sie die umliegenden Hallen nutzen wollen.

„Schwer, Kapazitäten zu vernünftigen Preisen zu bekommen“

Das ist aber nicht die einzige Schwierigkeit, vor der die Mitglieder aktuell im Winter stehen. Die Betreiber in Bad Heilbrunn und Starnberg wollen ihre Hallen abreißen und den Grund zur Wohnbebauung nutzen. „Es ist sehr schwer, Kapazitäten zu vernünftigen Preisen zu bekommen.“

Dabei ist der Tennissport in Geretsried beliebt. Die Mitgliederzahlen steigen und auch unter Jugendlichen hat sich dank der Werbung in Schulen herumgesprochen, wie viel Spaß der Sport macht. „Unsere Jugendarbeit ist ausgezeichnet“, sagt Köhler. Würde der Verein eine eigene Halle bauen, würde der Bayerische Landes-Sportverband 20 Prozent der Kosten tragen. Und falls die Stadt das Unternehmen bezuschussen würde, könnte der Tennisclub die Halle auch für andere Sportler öffnen. „Wenn es so weit ist, können wir darüber diskutieren, wie das Ganze aussehen soll“, sagt Köhler.

Seit 1956 am Isardamm

Der Tennisclub befindet sich bereits seit 1956 auf dem Grundstück am Isardamm. Seitdem stand nur ein Gebäude an den Tennisplätzen – das Clubheim. Es war seitens des Landratsamts nur geduldet, da eine Verbauung der Isarböschung für 50 000 Mark nötig gewesen wäre – zu teuer für den Verein.

Als Köhler vor fünf Jahren Vorstand wurde, hat er es sich zur Aufgabe gemacht, eine nachträgliche Baugenehmigung zu bekommen und leitete alles Notwendige in die Wege. „Wir haben einen Streifen vom Grundstück abgegeben“, erklärt Köhler. Dadurch konnte das Wasserwirtschaftsamt die Böschungsverbauung vornehmen, um den Isarwanderweg zu schützen.

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