Wichtiges Dokument: Als Vorsitzender Klaus Köhler hält die nachträgliche Genehmigung der Klubheim-Erweiterung in der rechten Hand.
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Wichtiges Dokument: Als Vorsitzender erreichte Klaus Köhler die nachträgliche Genehmigung der Klubheim-Erweiterung. Über Jahre war das Gebäude am Isardamm ein Schwarzbau.

Verein ist gut aufgestellt

Tennisclub: Klaus Köhler hört nach zehn Jahren auf

Beim Tennisclub (TC) Geretsried stehen Veränderungen im Vorstand an. Vereinschef Klaus Köhler zieht sich nach zehn Jahren zurück. Es gibt bereits einen potenziellen Nachfolger.

Geretsried – Der Tennisclub (TC) Geretsried steht in den Startlöchern für die neue Saison. Eigentlich sollte es bereits Mitte April losgehen, doch der erneute Schneefall machte einen Strich durch die Rechnung. „Wir hatten die Plätze fast fertig“, berichtet Vorsitzender Klaus Köhler. Nun müssten sie wieder neu hergerichtet werden. Köhler geht davon aus, dass die Tennisspieler ab Anfang Mai wieder Matches auf der Anlage am Isardamm austragen können.

Was das Vereinsleben angeht, steht der TC heuer vor einigen Veränderungen. In der Jahresversammlung mit Neuwahlen, die am Donnerstag, 29. April, um 19 Uhr erstmals digital stattfindet, werden der Vorsitzende Köhler und sein Stellvertreter Ingo Lutze nicht erneut kandidieren. „Zehn Jahre sind genug“, sagt Köhler. Mit 77 Jahren brauche er mehr Ruhe. Auch sein Vize sei über 70 Jahre alt und wolle sein Amt in jüngere Hände legen. Bedingung für beide war, dass die Nachfolge gesichert ist, betont Köhler. Für das Amt des Vorsitzenden möchte der bisherige Sportwart Axel Freitel kandidieren. Als dessen Stellvertreter stelle sich Ralf Schellpfeffer zur Wahl. Für die Funktion des Sportwarts stehe Andi Aigner zur Verfügung.

Wichtig ist Köhler auch, einen gut aufgestellten Verein übergeben zu können. Als er 2011 Vorsitzender wurde, zählte der TC 232 Mitglieder, inzwischen seien es 370. Erreicht habe der Verein den Zuwachs durch gute Öffentlichkeitsarbeit und die Zusammenarbeit mit den Schulen. „Wir haben immer wieder Schnupperstunden angeboten“, so Köhler. Er bedauere sehr, dass dies vergangenes Jahr wegen Corona nicht möglich gewesen sei. Wie alle anderen Vereine beeinflusst die Pandemie auch die Abläufe beim TC. Bei einer Inzidenz von unter 100 dürfen fünf Personen aus zwei Haushalten miteinander spielen, bei aktuell über 100 ist auch das nicht erlaubt. Köhler kann das bei allem Verständnis für den Infektionsschutz nicht nachvollziehen. „Tennis wird in Bayern nicht gesondert berücksichtigt“, kritisiert der Vorsitzende. Es werde wie Kontaktsport behandelt, dabei habe man beim Tennis 20 Meter Abstand und laufe mit Maske zum Platz. „Es fehlen praktische Lösungen.“

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Abgesehen davon lässt sich der TC nicht bremsen. Seit Herbst steht die neue Flutlichtanlage auf der Anlage, die dem Verein selbst gehört. Das 40 000 Euro teure Projekt konnten die Mitglieder dank Unterstützung der Stadt, des Landessportverbands und großzügiger Spender umsetzen, so Köhler. Darüber hinaus wird das Klubheim Zug um Zug saniert. Der Schwarzbau war vor vier Jahren nach einem kräftezehrenden Kampf nachträglich genehmigt worden. Seitdem können die Mitglieder guten Gewissens in das über 40 Jahre alte Gebäude investieren. Vor drei Jahren erneuerte der Verein zudem sieben seiner zehn Plätze. Aus den übrigen drei Sand- könnten Allwetterplätze werden. Doch ob die tatsächlich eines Tages angeschafft werden, „steht in den Sternen“, sagt Köhler.  

sw

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