Die Zufahrt zur Tiefgarage im Lichterglanz. Noch sind die ersten drei Stunden Parken gratis.  Foto: Matthias Wupper
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Die Zufahrt zur Tiefgarage im Lichterglanz. Noch sind die ersten drei Stunden Parken gratis.

Stadt verlangt ab April Parkgebühren an Oberfläche

Tiefgarage in Geretsried: Eröffnungstarif gilt vorerst weiter

  • Susanne Weiss
    vonSusanne Weiss
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Mit dem neuen Parkraumkonzept für die „Neue Mitte“ kostet parken dort ab April Geld. Für die privat betriebene Tiefgarage gilt vorerst weiterhin der Eröffnungstarif.

Geretsried – Die Stadt Geretsried wird ab April für das Parken rund um den Karl-Lederer-Platz Geld verlangen. Wie berichtet hat der Stadtrat ein entsprechendes Parkraumkonzept beschlossen. Wer sein Auto tagsüber am Parkplatz des Rathauses abstellt, muss künftig einen Parkscheinautomaten mit einem Euro pro Stunde füttern. Maximal kann man dort zwei Stunden stehen. Im direkten Umfeld des Platzes werden Kurzzeitparkzonen eingerichtet. Parken auf der Böhmwiese und an der Egerlandstraße bleibt kostenlos.

Mit diesem Konzept will die Stadt unter anderem die Aufenthaltsqualität auf dem Karl-Lederer-Platz steigern. Der ruhende Verkehr soll nach Möglichkeit in der Tiefgarage verschwinden, so die Idee von Architekt Klaus Kehrbaum, der die „Neue Mitte“ geplant hatte.

Die Kosten für die vor einem Jahr eröffnete Tiefgarage sind nicht Teil des Parkraumkonzepts der Stadt. Sie wird vom Eigentümer, der Firma Krämmel, privat betrieben. Die Garage werde gut angenommen, berichtet Veronika Platz, bei Krämmel zuständig für Marketing und Kommunikation, auf Nachfrage unserer Zeitung. „Von Beginn an konnten wir reges Interesse, die Tiefgarage zu nutzen, feststellen“, so die Sprecherin. Zahlen nennt sie nicht.

82 öffentliche Stellplätze gibt es unterirdisch. Der Betrieb laufe gut, so Platz. „Dieser ist sehr aufwendig, zum einen aufgrund der Betreuung der technischen Anlagen, aber auch hinsichtlich Servicetätigkeiten für unsere Parkkunden.“ Betreut wird die Anlage von der Krämmel Facility Management. Sie steht beispielsweise bereit, wenn jemand sein Ticket verloren hat.

Auch nach einem Jahr Betrieb gilt in der Tiefgarage der Eröffnungstarif. Das heißt, weiterhin kann dort jeder drei Stunden lang kostenlos parken. Jede weitere Stunde kostet 1,50 Euro, wobei am Tag maximal zehn Euro anfallen. Der Ticketverlust kostet zwölf Euro.

In der Stadtratssitzung, in der das Parkraumkonzept behandelt wurde, lag dem Gremium folgendes Preissystem zur Information vor: die ersten beiden halben Stunden sollen jeweils 1 Euro kosten, Folgestunden 1,50 Euro und als Shoppingtarif drei Stunden 3 Euro. Demnach ist auch die Einführung eines Rückvergütungssystems für die Zentralgarage fest vorgesehen. „Die Planungen hierfür befinden sich in den letzten Zügen“, heißt es in der Sitzungsvorlage.

Wann die Gebühren angepasst werden? „Es gibt derzeit keine aktuellen Informationen zur weiteren Planung“, antwortet Platz. Zu Details möchte sie sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht äußern, sie werde aber informieren, sobald es Neuigkeiten gibt.  sw

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