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Hoch das Bein: Die Kindergarde des TSV Iffeldorf.

Narreninsel Wolfratshausen richtet Nachwuchstreffen in Geretsried aus

15 Kinder- und Jugendgarden zeigen eine tolle Show

Geretsried/Wolfratshausen - Bunt, laut und schwungvoll ging es am Samstag in den Ratsstuben zu. Rund 15 Kinder- und Jugendgarden aus dem Oberland und von weiter her wirbelten den ganzen Nachmittag über die Bühne.

Zum ersten Mal richtete die Faschingsgesellschaft Narreninsel Wolfratshausen im Namen der Föderation Europäischer Narren (FEN) das große Nachwuchsgarden-Treffen in Geretsried aus. „Die FEN ist auf uns zugekommen. Da waren wir sofort dabei“, erklärte Dritte Präsidentin Renate Schwabe, warum die Wahl auf die Narreninsel als Organisator gefallen war. Bei dem vollen Terminkalender im kurzen Fasching 2016 mit 25 Auftritten in fünf Wochen spiele eine Veranstaltung mehr auch keine Rolle, scherzte Schwabe.

Hatte Bürgermeister Heilinglechner verschlafen?

In der närrischen Zeit ist offenbar alles erlaubt. Deshalb begrüßte der Erste Präsident Franz Hübler den Geretsrieder Bürgermeister Michael Müller am späten Vormittag mit den Worten: „Es freut uns, dass Sie gekommen sind. Wir haben zwar beide Bürgermeister, auch den Wolfratshauser, eingeladen, aber der schläft wahrscheinlich noch.“ Müller ermunterte die Besucher in seinem Grußwort, in der fünften Jahreszeit die Alltagssorgen für ein paar Stunden hinter sich zu lassen.

Das musste er den kleinen und großen Karnevalisten im Saal nicht zwei Mal sagen. Frech und fröhlich ging es weiter mit den Auftritten. Bei den Mädchen und Buben des TSV Iffeldorf mit ihrem Kinderprinzenpaar Katharina I. und Florian I. hieß es „Hoch das Bein“. Ihr Tanz erinnerte an einen Cancan aus dem Moulin Rouge. Einen bezaubernden Walzer legten Ihre Niedlichkeiten Prinzessin Sophia I. und Eugen I. von der Gesellschaft „Spumantia“ aus Neustadt an der Donau aufs Parkett.

Gardetreffen in Geretsried in Bildern

Die „Hachinger Flöhe“ aus Unterhaching rockten zu dem alten Gassenhauer „We Built This City“, und auch die Gastgeber selber brauchten sich mit ihren Gruppen, den „Speedys“ und den „Dancing Fires“ nicht zu verstecken. Die neun Kinder der „Speedys“ zwischen sieben und zwölf Jahren werden von Sabine Brandhuber trainiert, die auch für die fantasievollen Minnie-Mouse-Kostüme verantwortlich zeichnet. Seit September haben die Mädchen und zwei Buben eifrig den Gardemarsch und den Showtanz geübt, den sie am Samstag fehlerfrei und unter kräftigem Applaus des Publikums darboten.

"Carambas" aus Haag machen ihrem Namen alle Ehre

 „Man muss bedenken, dass alle Kinder Laien sind und nur vier Monate zum Proben hatten“, sagte Brandhuber. Auf die Ballettlehrerin kann die Narreninsel seit 16 Faschingssaisons zählen. Brandhuber steckt jedes Jahr eine Menge Zeit in die Choreografien, ins Nähen der Kostüme, in Auswahl und Schnitt der Musikstücke. Die Arbeit mit den Kindern mache ihr riesigen Spaß. Dass die meisten der „Speedys“ später bei den „Dancing Fires“ weitermachten, freue sie. Ganz so viel Nachwuchs wie die „Carambas“ der Faschingsgemeinschaft Haag haben die Wolfratshauser allerdings nicht. Die Gäste reisten mit rund 50 Mitgliedern der Gruppen „Kids“ und „Teenies“ an und boten eine tolle Show.

Die Kinder und Jugendlichen hatten sichtlich Spaß an ihren eigenen Auftritten und an denen der anderen Garden. Sie wussten raffinierte Hebefiguren bei den Prinzenpaaren zu schätzen und applaudierten bei besonders originellen Einlagen.

Wie Brandhuber betont, endet die Jugendarbeit der Narreninsel nicht am Aschermittwoch: „Wir unternehmen Ausflüge im Sommer, veranstalten Grill-Abende und Zeltlager.“ Mit dem Ende des Sommers steigt dann die Vorfreude auf den nächsten Fasching.

Tanja Lühr

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