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Eklig: Die Sportler stießen in der Turnhalle der Mittelschule an der Adalbert-Stifter-Straße unter anderem auf eine tote Maus.

„Aus einer Maus keinen Elefanten machen“

Tote Maus in Turnhalle: Bürgermeister kritisiert TuS

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Geretsried – Nach dem Fund einer toten Maus in der Adalbert-Stifter-Turnhalle drückt Bürgermeister Michael Müller auf die Bremse. Der Vorfall sei ärgerlich, man dürfe ihn aber nicht überstilisieren.

Ein TuS-Vorstandsmitglied hat der Stadt Geretsried vorgeworfen, die Mittelschul-Turnhalle an der Adalbert-Stifter-Straße nach dem Auszug der Asylbewerber nicht ordentlich sauber gemacht zu haben.

In einem Geräteraum war unter anderem eine tote Maus gefunden worden. Das könne in größeren Gebäuden vorkommen, erklärt dazu Bürgermeister Michael Müller. „Das soll keine Entschuldigung sein“, sagt er. „Aber wir sollten aus einer Maus keinen Elefanten machen. Wir sind in Geretsried gut aufgestellt, wenn das unsere einzigen Probleme sind.“

Am Montag stand ein Besichtigungstermin mit Bauhofmitarbeitern in der Halle an. Schulrektorin Magdalena Singer hatte erklärt, dass sich die Verschmutzungen wohl über die Jahre angesammelt haben. Aufgefallen sei dies erst, als der Geräteraum leer geräumt wurde. Laut Müller wird die Halle einmal im Jahr generalgereinigt. „Vielleicht müssen wir das künftig öfters machen.“

Die Aussagen der Rektorin nehme er ernst, sagt der Rathauschef. Schließlich handle es sich um eine städtische Schulturnhalle. Von Seiten des TuS hätte er sich gewünscht, dass man erst das Gespräch mit ihm sucht, bevor man an die Öffentlichkeit geht. Müller kritisiert die „Vollkasko- und Forderungsmentalität“ gegenüber der Stadt. Immerhin würden die Hallen den Vereinen kostenlos zur Verfügung gestellt, „also auf Kosten des Steuerzahlers.“ Er selbst, sagt der Rathauschef, hätte einfach eine Schaufel genommen und die tote Maus entsorgt.

sas

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