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Die drei FSJlerinnen (hinten v. li.) Johanna Seidl, Shirin Lisa Aslan und Jael Kohl mit (vorne v. li.) Vize-Bürgermeisterin Sonja Frank, Grundschullehrerin Sarah Dreyer sowie Geschäftsführer Rudi Mühlhans und Vorsitzende Kerstin Halba vom Trägerverein Jugend- und Sozialarbeit Geretsried.
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Willkommen: Die drei FSJlerinnen (hinten v. li.) Johanna Seidl, Shirin Lisa Aslan und Jael Kohl mit (vorne v. li.) Vize-Bürgermeisterin Sonja Frank, Grundschullehrerin Sarah Dreyer sowie Geschäftsführer Rudi Mühlhans und Vorsitzende Kerstin Halba vom Trägerverein Jugend- und Sozialarbeit Geretsried.

Stadt beteiligt sich an der Finanzierung

Trägerverein Jugendarbeit begrüßt drei neue FJSlerinnen

Drei auf einen Streich: Jael Kohl, Johanna Seidl und Shirin Lisa Aslan entschieden sich nach ihrem Schulabschluss dazu, ein Freiwilliges Soziales Jahr einzulegen - auch wegen der Corona-Pandemie.

Geretsried – Die Corona-Pandemie durchkreuzt die Pläne vieler junger Menschen. In den vergangenen Jahren war es fast schon üblich, nach der Mittleren Reife oder dem Abitur hinaus in die Welt zu ziehen. Die Einreiseverbote in zahlreiche Länder machten das heuer unmöglich. Auch deshalb entschieden sich einige Jugendliche, nach dem Schulabschluss ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) einzulegen. Der Trägerverein Jugend- und Sozialarbeit (TVJA) profitiert von der Situation.

„Wir freuen uns, heuer wieder drei FSJler bei uns begrüßen zu dürfen“, sagte TVJA-Geschäftsführer Rudi Mühlhans kürzlich bei der Vorstellung der drei jungen Frauen. Die 18-jährige Johanna Seidl nannte einen weiteren Grund für ihr FSJ: „Im Moment läuft das Studium nur online. Darauf habe ich keine Lust. Da mache ich lieber noch etwas Praktisches für ein Jahr.“

Johanna weiß noch nicht genau, ob sie Grundschullehramt oder Soziale Arbeit studieren möchte. Die Arbeit beim Trägerverein soll ihr helfen, herauszufinden, was ihr mehr liegt. Sie wird die Lehrer an der Karl-Lederer-Grundschule unterstützen – im Unterricht, bei der Hausaufgabenbetreuung, in der Lernpädagogikgruppe und überall, wo sie sonst noch gebraucht wird.

Lehrerin Sarah Dreyer ist froh über die FSJ-Kraft. Zum einen sei diese flexibel einsetzbar und entlaste die Pädagogen. Zum anderen – und das sei noch viel wichtiger –hätten die jungen Frauen und Männer meist einen besonders guten Draht zu den Kindern. Dreyer: „Sie sind altersmäßig noch nicht so weit weg von ihnen. Sie sind eine Art erwachsene Freunde. Die Schüler dürfen sie beim Vornamen nennen und die FSJler müssen natürlich nicht so streng sein wie wir Lehrer.“ Sarah Dreyer weiß, wovon sie spricht. Vor noch nicht allzu langer Zeit hat sie in Geretsried selbst ein Freiwilliges Soziales Jahr an der Grundschule abgeleistet.

Ich mag Kinder, und bis jetzt macht mir die Arbeit richtig Spaß

Jael Kohl

Jael Kohl übernimmt dieselben Aufgaben wie Johanna Seidl an der Isardamm-Grundschule. Sie hat die Mittlere Reife in der Tasche und möchte im Anschluss an das FSJ den sozialen Zweig an der Fachoberschule besuchen, um ihr Fachabitur zu machen. „Ich mag Kinder, und bis jetzt macht mir die Arbeit richtig Spaß“, berichtete sie von den ersten Tagen seit Schulbeginn.

Shirin Lisa Aslan (21), die ab 2021 Soziale Arbeit studieren möchte, ist in den Jugendzentren Saftladen und Einstein sowie in der Ganztagsbetreuung an der Realschule eingesetzt. Diese dritte FSJ-Stelle wird vom Trägerverein und der Realschule finanziert. Die anderen beiden Stellen übernimmt die Stadt Geretsried als Trägerin der Grundschulen. Zweite Bürgermeisterin Sonja Frank erklärte dazu: „Die Stadt hat den Bedarf dafür erkannt. Wir wollen, dass der Unterricht an den Schulen so störungsfrei wie möglich ablaufen kann. Denn die Kinder kommen aus unterschiedlichsten Verhältnissen: aus behüteten und weniger behüteten, aus Familien mit und ohne Migrationshintergrund.“

Die drei FSJ-Leistenden bekommen ein monatliches Gehalt. „Es ist sogar überdurchschnittlich hoch bei uns in Geretsried“, sagt Vereinsgeschäftsführer Rudi Mühlhans. Darauf lege er Wert, denn nur so bekomme und halte man gutes und motiviertes Personal.

Tanja Lühr

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