Luftaufnahme Geretsried
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Als größter Wirtschaftsstandort im Landkreis beherbergt Geretsried Unternehmen der unterschiedlichsten Branchen.

Gewinn für Stadt und Unternehmen

Transfer- und Innovationszentrum: Geretsried will bei Standortsuche punkten

Die Hochschule München sucht in der Region nach einem Standort für ein Transfer- und Innovationszentrum. Die Stadt Geretsried hofft auf den Zuschlag.

Geretsried – Die größte Stadt im Landkreis hofft darauf, dass sie Standort für ein Transfer- und Innovationszentrum (TIZIO) wird. Wie berichtet laufen Gespräche mit der Hochschule München, wo in der Region ein solches angesiedelt werden könnte. Beworben haben sich neben Geretsried die Städte Wolfratshausen und Bad Tölz sowie die Gemeinde Eurasburg. Der Landkreis soll am Ende einen Standortvorschlag machen.

Im Gegensatz zu Wolfratshausen wurde das Thema TIZIO in Bad Tölz nicht öffentlich behandelt. So hielt es auch der Geretsrieder Stadtrat. Rebecca Geisler, im Rathaus zuständig für Wirtschaftsförderung, berichtet auf Nachfrage von „sehr großer Zustimmung“. In ihren Augen wäre Geretsried als Standort für ein Technologietransferzentrum besonders gut geeignet, „da viele sehr namhafte und innovative Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen ihren Sitz in Geretsried haben, die auch Interesse an entsprechenden Kooperationen haben – von kleinen und mittelständischen Unternehmen bis hin zu Global Playern ist alles dabei“, so die Wirtschaftsförderin.

„Geretsried ist der Wirtschaftsstandort im Landkreis“

Als der Planungsverband Äußerer Wirtschaftsverband jüngst die Entwicklungsmöglichkeiten skizzierte, die sich im Gewerbegebiet Gelting ergeben, wenn dort der geplante S7-Bahnhaltepunkt gebaut wird, war auch von einem Bildungscampus die Rede. Diesen Standort habe die Stadt aber nicht vorgeschlagen, so Geisler. Er hätte nicht den zeitlichen Planungshorizont erfüllt. Stattdessen habe man zwei Bestandsgebäude vorgeschlagen, die der benötigten Fläche entsprechen. Welche das sind, sagt Geisler nicht. Die beiden Vorschläge „werden dann im Detail geprüft und wären unserer Meinung nach geeignet und umsetzbar“.

Rebecca Geisler, Wirtschaftsförderin der Stadt

Als allgemeinen Standortvorteil nennt die Wirtschaftsförderin die gute Verkehrsanbindung. „Geretsried ist der Wirtschaftsstandort im Landkreis und als gemeinsames Mittelzentrum mit Wolfratshausen nicht nur der wirtschaftliche Motor des Landkreises“, so Geisler. Die Stadt punkte auch als attraktiver Arbeits- und Wohnort. Sie zeichne sich zudem durch ihre Offenheit und Dynamik aus, was sich auch in der Stadtentwicklung widerspiegele.

Auch Hochschule im Mittelzentrum wäre wünschenswert

Für die Stadt selbst wäre die Ansiedlung eines Technologietransferzentrums insbesondere hinsichtlich der zukünftigen Gewerbeentwicklungen ein Gewinn, findet die Wirtschaftsförderin. „Ein Technologietransferzentrum ist ein Standortvorteil für bestehende Firmen und wegweisend auch für zukünftige Ansiedlungen aus den technologieaffinen Sektoren.“ Dies betreffe genau solche Firmen, die laut den Zwischenergebnissen des Gewerbeentwicklungskonzeptes, das die Stadt derzeit erstellen lässt, in Geretsried wünschenswert und für die weitere Stadtentwicklung sinnvoll und zukunftsweisend wären.

Die Idee, eine Hochschule im Mittelzentrum anzusiedeln ist damit nicht vom Tisch. Der Wolfratshauser Heinz Wensauer wirbt seit Jahren dafür. Die Themen Hochschule und Technologietransferzentrum müsse man aber getrennt voneinander betrachten, sagt Geisler. In einem TIZIO arbeiten Wirtschaft und Hochschule zusammen. Zum Beispiel können dort gezielte Forschungsprojekte für Unternehmen vor Ort durchgeführt werden. Der Fokus liegt auf Kooperation. „Auch eine Hochschule im Mittelzentrum, an der Studenten ausgebildet werden ist natürlich weiterhin wünschenswert“, sagt Geisler. „Die Städte Wolfratshausen und Geretsried arbeiten an den Themen, die die Fortentwicklung des gemeinsamen Mittelzentrums betreffen, weiterhin sehr eng und fruchtbar zusammen.“

sw

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