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Willlkommen in der ESC-Familie: 2. Vorsitzender Peter Holdschik (li.) mit Neuzugang Florian Strobl (2.v.re.) sowie den Verantwortlichen der Firma Tyczka, Geschäftsführer Dr. Frank Götzelmann (2.v.li.) und Marketingleiter Frederick Tyczka-Christoph.

Transfercoup: Der neue ESC-Stürmer kommt aus der DEL2

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Der langjährige Kapitän der Tölzer Löwen, Florian Strobl, kehrt zum ESC Geretsried zurück: „Hier bekomme ich Familie, Eishockey und Beruf gut geregelt.“ 

Geretsried – Nicht nur, dass der Abschied Florian Strobls von den Tölzer Löwen etwas überraschend kam und mit einigen Fragezeichen versehen war (wir berichteten) – offen war bislang auch, für welchen Eishockeyklub der 29-jährige Stürmer künftig seine Schlittschuhe schnüren wird. Den Zuschlag hat, Insider werden kaum verwundert sein, der ESC Geretsried bekommen: Im Heinz-Schneider-Eisstadion hat der Maschinenbautechniker, der mit Familie in Degerndorf wohnt, seine ersten Schritte auf dem Eis gemacht, ehe er 2004 in den Nachwuchsbereich des EC Bad Tölz gewechselt ist.

Warum geht ein Spieler im besten Eishockeyalter von der DEL2 in die Bayernliga? „In Tölz hätte ich die Trainingszeiten mit meinen normalen Arbeitszeiten nicht mehr unten einen Hut bekommen. Die einzige Lösung Berufsspieler ist nicht zustande gekommen und daher musste ich mich nach einer Alternative umschauen“, berichtet Strobl. Die Verantwortlichen des ESC wie Peter Holdschik und Markus Janka seien schon früh mit ihm in Kontakt getreten und hätten sich sehr bemüht. „Daher habe ich mir mit der endgültigen Entscheidung dann auch nicht allzu schwer getan. In Geretsried bekomme ich Familie, Eishockey und Beruf gut geregelt. Ich freue mich wieder hier zu sein.“

Auch wenn der frischgebackene Vater künftig zwei Ligen tiefer der Hartgummischeibe hinterherflitzt, hat er durchaus ehrgeizige Ziele: „Ich kann die Bayernliga natürlich noch nicht einordnen, aber ein Play-off-Platz ist auf jeden Fall unser Ziel.“ Einige Akteure der River Rats kenne er noch von früher, der Kontakt sei nie abgerissen. Strobl: „Wir wollen zusammen eine erfolgreiche Saison spielen – und ich möchte natürlich auch meinen Teil dazu beitragen.“

Beim ESC ist man glücklich über den Transfercoup, denn die Statistik des Rückkehrers kann sich sehen lassen: Der langjährigen Tölzer Kapitän hat 152 Mal in der DEL 2 gespielt (27 Tore, 27 Assists), dazu fast 400 Oberliga-Partien bestritten (142 Tore, 208 Assists) und war für die U18- und U20-Nationalmannschaften im Einsatz. „Wir freuen uns riesig, dass sich unsere Geduld ausgezahlt hat und wir mit Florian unseren absoluten Wunschspieler verpflichten konnten“, sagt ESC-Vize Holdschik. Mehr als zehn Jahren in der Oberliga und DEL2 sprächen ebenso für den 29- Jährigen wie seine sympathische Art, gepaart mit seiner professionellen und ehrlichen Spielweise. „Er war in Bad Tölz auch völlig zurecht der Publikumsliebling und zeitweise Kapitän“, betont der 2. Vorsitzende. Holdschik ist sich zudem sicher, dass Strobl mit diesen Attributen nicht nur auf dem Eis, sondern auch in der Kabine eine enorme Qualität mit in die Mannschaft einbringen wird.„Damit haben wir unsere ohnehin schon sehr gut aufgestellte Offensive mit Hinblick auf eine starke Bayernliga nochmals verbessern können“, freut sich der 49-Jährige.

Eine „Neuverpflichtung“ kann der ESC auch bei seinen Sponsoren vermelden. Nachdem zuletzt schon der Isartaler Elektromarkt eingestiegen war, kommt jetzt mit Tyczka eine der bekanntesten Geretsrieder Firmen dazu: Das mittelständische Gashandelsunternehmen wird in der kommenden Saison im runderneuten Heinz-Schneider-Eisstadion zwei Bullykreise belegen. „Der ESC ist ein traditionsreicher Verein, der einen großen Beitrag zur sportlichen Vielfalt in unserer Region leistet“, betont Marketingleiter Frederick Tyczka-Christoph. Umso mehr freue man sich als Unternehmen, „den Eissport vor unserer Haustüre künftig zu unterstützen und als Partner ein Teil der ESC-Familie zu werden“.

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