Zwei Männer von Format: Dritter Bürgermeister Gerhard Meinl (li.) mit Valéry Giscard d’Estaing.
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Zwei Männer von Format: Dritter Bürgermeister Gerhard Meinl (li.) mit Valéry Giscard d’Estaing.

Geretsrieds Partnerstadt

Trauer in Chamalières: Valéry Giscard d’Estaing ist tot

  • Doris Schmid
    vonDoris Schmid
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Die Bürger von Chamalières trauern um ihren ehemaligen Bürgermeister und Ex-Präsidenten, Valéry Giscard d’Estaing. Der Staatsmann ist mit 94 Jahren verstorben.

Geretsried/Chamalières – Valéry Giscard d’Estaing wird am 2. Februar 1926 in Koblenz geboren. Im Alter von 41 Jahren wird er Bürgermeister von Chamalières. Sieben Jahren lenkt der Politiker die Geschicke der Kommune am Fuße des Puy de Dôme. Vom Rathaus in den Präsidentenpalast wechselt er im Jahr 1974. Der überzeugte Europäer bleibt bis 1981 Staatspräsident von Frankreich. Sein Nachfolger im Rathaus wird Claude Wolff. Unter seiner Ägide geht Geretsried mit Chamalières eine Städtepartnerschaft ein, die beide Orte mit Leben füllen. Wolff stirbt 2005 im Alter von 81 Jahren, und Valéry Giscard d’Estaing ältester Sohn Louis wird nun Bürgermeister der Stadt in der Auvergne. Bis heute ist der in zweiter Ehe verheiratete 62-Jährige dort Rathauschef.

Der Geretsrieder stellvertretende Bürgermeister Gerhard Meinl hält sich gern in Frankreich auf und ist befreundet mit der Familie von Louis Giscard d’Estaing. Er kannte auch dessen Vater. „Es war mir immer eine Ehre, ihn zu treffen“, sagt Meinl.

Für Bürgermeister Michael Müller war Valery Giscard d’Estaing „ein überzeugter Europäer und großer Visionär“. Seine Gedanken und Taten haben Müller zufolge nicht nur sein Land geprägt, sondern auch „die Beziehungen zwischen unseren Ländern – im Großen wie im Kleinen. Als Partnerstadt von Chamalières spüren und leben wir Geretsrieder diese deutsch-französische Freundschaft ganz besonders. Unsere Gedanken sind in diesen Stunden bei seiner Familie und unseren Freunden in Frankreich.“

Valéry Giscard d’Estaing starb am 2. Dezember auf seinem Anwesen in dem kleinen Ort Authon an den Folgen einer Corona-Erkrankung.  

nej

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