Musikschüler  in Geretsried und Chamalières spielen Jazz
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Corona zum Trotz: Dank digitaler Technik nahmen die Jazzbands der Musikschulen in Geretsried und Chamalières gemeinsam ein Stück auf.

„Jetzt wird halt digital gejazzt.“

Trotz Corona: Ensembles aus Geretsried und Chamalières nehmen gemeinsam ein Stück auf

Kreativ in der Krise: Trotz der Corona-Pandemie haben die Jazzbands der Musikschulen in Geretsried und Chamalières gemeinsam Musik gemacht- digital.

Geretsried/Chamalières – Trotz der Corona-Pandemie haben die Jazzbands der Musikschulen in Geretsried und Chamalières in Frankreich gemeinsame Sache gemacht. Die Ensembles produzierten ein Stück. „In den vergangenen Jahren haben die Musikschüler verschiedener Fachbereiche aus den Partnerstädten immer wieder bewiesen, dass Musik verbindet“, sagt Sabrina Schwenger, kaufmännische Leiterin der Geretsrieder Musikschule. „Bei den Partnerschaftstreffen standen gemeinsame Konzerte fest im Programm.“ Und so hätte es auch heuer ein Konzert geben sollen, quasi als Geschenk zum runden Geburtstag der Stadt Geretsried. „Da dies ja nun aus bekannten Gründen nicht stattfinden konnte, haben wir etwas Neues ausprobiert“, berichtet Schwenger. „Jetzt wird halt digital gejazzt.“

Beflügelt vom großen Erfolg beim gemeinsamen Jazzkonzert 2019 in Frankreich, wollten sich die beiden Dozenten – Davy Sladek von der Ecole Municipale De Musique Chamalières und Peter Wegele von der Musikschule Geretsried – heuer nicht ausbremsen lassen.

„Bei fast 1000 Kilometern Entfernung kann man sich nicht mal eben zu einer Jazz-Session treffen“, sagt Wegele. So wurde im Juni ein Videoprojekt gestartet: Sein französischer Kollege Sladek arrangierte den Song „Instrumental Hip-Hoppa“ von Ryan Porter, sodass er optimal für die Besetzung beider Bands passte. Für die anschließenden einzelnen Aufnahmen musste man ein Playback machen, damit die jungen Musiker im gleichen Rhythmus bleiben konnten. Schwenger: „Dann wurde über Wochen viel geübt, bis dann die Kameras und Mikrofone scharf gestellt werden konnten.“ Das Schneiden und Bearbeiten der Einzelaufnahmen übernahm Sladek. „Insgesamt haben wir bestimmt an die 100 Stunden in das Projekt gesteckt“, ergänzt Wegele. Er ist stolz darauf, dass es trotz Corona zu einer gemeinsamen „Performance“ der beiden Bands gekommen ist. nej

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