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Aus dem Geretsrieder Unternehmen Tyczka Totalgaz wird Tyczka Energy. Künftig will der Gaskonzern verstärkt auf erneuerbare Energien setzen.

Aus Totalgaz wird Energy

Tyczka setzt künftig auf erneuerbare Energien

Aus dem Geretsrieder Unternehmen Tyczka Totalgaz wird Tyczka Energy. Künftig will der Gaskonzern verstärkt auf erneuerbare Energien setzen.

Geretsried – Dr. Hans-Wolfgang Tyczka sprach von einem „Befreiungsschlag“: Sein Unternehmen ist künftig alleiniger Eigentümer des bisherigen Gemeinschaftsunternehmens Tyczka Totalgaz. „Unser mittelständischer Betrieb hat seine Selbständigkeit zu 100 Prozent wiedererlangt“, verkündete der Firmenchef und Hauptgesellschafter am Montagnachmittag bei einem Pressegespräch am Hauptstandort an der Blumenstraße in Geretsried.

Nach „zähen Verhandlungen“ habe man den 50-prozentigen Anteil an dem 2002 gegründeten Joint Venture mit Total Deutschland erworben. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Künftig firmiert der Geretsrieder Flüssig- und Industriegashersteller unter dem Namen Tyczka Energy GmbH.

Verstärkt auf erneuerbare Energien setzen

Sprach von einem „Befreiungsschlag“: Dr. Hans-Wolfgang Tyczka, Inhaber der Unternehmensgruppe.

Das hat seinen Grund: „Wir werden zusätzlich verstärkt auf erneuerbare Energien setzen“, erklärte der Geschäftsführer für den Vertrieb, Markus Eder. Laut ihm gehe die Energiewende an keinem Unternehmen spurlos vorbei. Strom werde einer der wesentlichen Rohstoffe der Zukunft sein – bei der Wärmeerzeugung und in der Mobilität. Durch Elektrolyse könne Wasserstoff aus ihm gewonnen werden. Eder könne sich zum Beispiel vorstellen, dass die firmeneigenen Gabelstapler demnächst mit Wasserstoff betrieben werden. „Es tut sich viel auf dem Sektor. Wir wollen bei dieser Entwicklung dabei sein und die entsprechenden Produkte vermarkten“, sagte der vertriebliche Geschäftsführer.

Dr. Frank Götzelmann, kaufmännischer Geschäftsführer des Unternehmens, ergänzte, zusammen mit Total habe man es geschafft, bundesweit die Nummer Eins auf dem Flüssiggasmarkt zu werden. Der Mitgesellschafter habe sich aber gleichzeitig auf eigene Faust dem Bereich der erneuerbaren Energien gewidmet. „Als Mittelständler ohne Mitgesellschafter haben wir jetzt wieder alle Freiheiten. Wir sind unabhängig und selbständig“, sagte Dr. Tyczka als Inhaber der Unternehmensgruppe. Das Hauptaugenmerk wird nach wie vor auf Flüssiggas, nämlich Propan und Butan, liegen.

180 Millionen Euro Umsatz, 350 Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2016 hat Tyczka Totalgaz nach eigenen Angaben einen Umsatz von 180 Millionen Euro erwirtschaftet. Die Tyczka Gruppe, die im Jahr 1924 gegründet worden ist und ihren Stammsitz in Geretsried hat, beschäftigt aktuell rund 350 Mitarbeiter.

Seit 1983 vermarktet die Gruppe technische und medizinische Gase sowie Kältemittel in Flaschen und Kleintanks. Mit dem Bau einer Luftzerlegungsanlage stieg der Energiekonzern im Jahr 2014 wieder in die Produktion von Industriegasen ein. „Wir sind ein kleiner Linde“, sagte Astrid Göyert, Pressesprecherin des Unternehmens im Rahmen des Pressegesprächs. Die Industriegase werden in der Lebensmittelindustrie, für Zahnpasta oder zur Anreicherung von Gewässern mit Sauerstoff benötigt.

Tanja Lühr

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