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Interview mit Dr. Andrea Mahlendorff

Im Abi durchgefallen? Diese Lehrerin überbringt die schlechte Nachricht

Geretsried –  Dr. Andrea Mahlendorff kommt zusammen mit ihrem Kollegen Peter Buchmeier seit Jahren die unangenehme Aufgabe zu, diejenigen Schüler anzurufen, die in die Nachprüfung müssen.

Das Abi ist geschafft. 13 Schüler mussten heuer am Geretsrieder Gymnasium in die mündliche Nachprüfung. Die meisten von ihnen haben nach Auskunft von Oberstufenbetreuerin Dr. Andrea Mahlendorff bestanden. Der Notendurchschnitt liegt bei 2,43. Er ist trotz der vier Absolventen mit einer 1,0 und vieler weiterer Einserschüler schlechter als im Vorjahr, was an dem schwachen „Mittelfeld“ liegt. Andrea Mahlendorff kommt zusammen mit ihrem Kollegen Peter Buchmeier seit Jahren die unangenehme Aufgabe zu, diejenigen Schüler anzurufen, die in die Nachprüfung müssen.

-Frau Mahlendorff, es ist bestimmt keine schöne Aufgabe, Abiturienten mitzuteilen, dass sie es im ersten Anlauf nicht geschafft haben?

Dr. Andrea Mahlendorff, Oberstufenbetreuerin am Gymnasium.

Nein, das ist sehr unangenehm. Heuer war es allerdings nicht so schlimm. Viele Schüler hatten schon geahnt, dass es knapp werden könnte. Sie sind im Vorfeld zu mir gekommen und haben mir ihre Handynummer gegeben. Die Anrufe erfolgen immer am Donnerstagabend zwischen 17 und 19 Uhr, das ist bekannt. Am Freitagvormittag kommen die Schüler dann zur Beratung zu mir ins Oberstufenbüro.
 
-Gab es auch schon weniger gefasste Jahrgänge?
 
Ja, es gab dramatische Situationen in der Vergangenheit. Die Schüler, die nicht mit einem Anruf gerechnet hatten, brachen weinend am Telefon zusammen. Manche konnten erst einmal gar nichts sagen. Wenn ich auflege, hoffe ich immer, dass jemand zum Trösten in ihrer Nähe ist.

-Wie trösten Sie selber die Jugendlichen?

Am Telefon ist das nicht so einfach. Ich sage ihnen natürlich, dass die Nachprüfung dazu da ist, das Abitur doch noch zu schaffen. Bis zu drei Prüfungen sind möglich, um den Gesamtschnitt noch zu retten. Im schlimmsten Fall kann jeder ein Jahr dranhängen. Manche tröstet es zu wissen, dass sie nicht als einzige durchgefallen sind. Am Freitag beim Vorgespräch für die Nachprüfungen sieht die Welt meistens schon besser aus. Wir überlegen gemeinsam, wie in den schwachen Fächern doch noch die erforderliche Punktzahl erreicht werden kann.

-Wird man als Lehrer für diese psychologische Leistung besonders geschult?

Nein. Man hat einfach genug Lebenserfahrung und Einfühlungsvermögen mit den Jahren. Je besser ich die Schüler kenne, desto besser kann ich mich auf sie einstellen. Oft entsteht in diesen letzten Tagen der Schulzeit eine sehr enge Verbindung zueinander. Das ist wieder das Schöne an der Betreuung der Abiturienten.

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