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Kostenmehrung um eine Million Euro

Ultrafiltration: Anlage fürs Trinkwasser wird teurer

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Geretsried/Königsdorf – Die Ultrafiltrationsanlage zur Trinkwasseraufbereitung für die Stadt Geretsried und die Gemeinde Königsdorf wird teurer als geplant – und zwar um rund eine Million Euro. Damit steigen die Kosten von 3,6 auf 4,6 Millionen Euro.

Der Pressesprecher der Stadt Geretsried, Thomas Loibl, erklärt auf Nachfrage unserer Zeitung, wie es zu dieser Kostenmehrung kommt. „Drei Fakten sind ausschlaggebend“, sagt der 30-Jährige. „Es gab zusätzliche Anforderungen von Seiten der Behörden zu berücksichtigen, wie beispielsweise doppelwandige Rohrleitungen.“ Zum anderen haben die Stadtwerke Maßnahmen vorgezogen, „die im Laufe der nächsten zwei bis drei Jahre auf sie zugekommen wären“. Dazu gehören laut Loibl die Erneuerung der kompletten Notstromversorgung sowie der Austausch der Brunnenpumpen. Zum Dritten seien die Ergebnisse der Ausschreibung höher als erwartet ausgefallen.

Das Gebäude, in dem die Ultrafiltrationsanlage untergebracht ist, befindet sich in Königsdorf-Wiesen am Ende der Straße Am Lindenrain und ist so gut wie fertig. Darin aufbereitet werden soll das Trinkwasser für die Stadt Geretsried und die Gemeinde Königsdorf. Ende des Jahres soll die Anlage in Betrieb gehen. Dann könnte die vom Gesundheitsamt erlassene Chlorungs-Anordnung endlich aufgehoben werden. Sie gilt nach entdeckten Keimen im Trinkwasser in Geretsried seit über zwei Jahren, in Königsdorf noch länger.

Die Investitionskosten für die Ultrafiltrationsanlage werden in beiden Kommunen auf den Wasserpreis umgelegt. Die zusätzliche Kostensteigerung wird sich aller Voraussicht nicht auf den Wasserpreis auswirken. In Geretsried bleibt es wohl bei einer Erhöhung von 30 Cent pro Kubikmeter.

nej

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