Wippen und schaukeln können Kinder auf dem neuen öffentlichen Spielplatz an den Ratsstuben.
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Wippen und schaukeln können Kinder auf dem neuen öffentlichen Spielplatz an den Ratsstuben.

Jugendrat wertet 461 Rückmeldungen aus

Umfrage ergab: So finden Familien die Geretsrieder Spielplätze

Was ist gut auf Geretsrieds Spielplätzen? Was fehlt? Fragen wie diese konnten Familien in einer Umfrage des Jugendrats beantworten. Der wertete nun 461 Rückmeldungen aus.

Geretsried – Der Bolzplatz am Isardamm gehört zu den beliebtesten Spielplätzen in der Stadt. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Jugendrats, die Sabrina Lorenz am Mittwochabend in der Jugendratssitzung in den Ratsstuben vorstellte. Die elf Mitglieder des Gremiums haben sich viel Arbeit gemacht. Auf Wunsch des Stadtrats sollten sie alle zehn städtischen Spielplätze unter die Lupe nehmen und nach Verbesserungsmöglichkeiten suchen.

Dafür starteten die Jugendlichen mit Hilfe von Stadtjugendpflegerin Julia Brandner eine Online-Umfrage unter Eltern. Hinweise darauf hingen an den Spielplätzen aus. Der Jugendrat erhielt insgesamt 461 Rückmeldungen, „keine schlechte Resonanz, dafür, dass Ferienzeit war“, meinte der Jugendreferent des Stadtrats, Felix Leipold. Überwiegend haben Geretsrieder teilgenommen, 20 Bogen wurden von Auswärtigen ausgefüllt. Die Fragen lauteten, was den Nutzern gefalle, was nicht und welche Anregungen sie hätten.

Gelting

Positiv bewertet wurden die Hanglage und die Vogelnestschaukel, negativ der fehlende Schatten im Sommer und der viele Müll. An Verbesserungswünschen nannten die Umfrage-Teilnehmer eine normale Schaukel, ein Klettergestell für kleinere Kinder, eine Slackline, einen Tisch mit Bänken, eine Wippe und eine Seilrutsche wie am Bolzplatz am Isardamm.

Ratsstuben

Der Spielplatz ist neu, und es ist vielleicht nicht allen bekannt, dass er öffentlich ist. Störend wird der Straßenlärm von der B11 empfunden und dass die Metall-Rutsche im Sommer sehr heiß wird. Die Besucher wünschen sich eine kleine Lärmschutzwand, eine Abdeckung für den Sandkasten wegen Katzenkots und eine Tischtennisplatte.

Jeschkenstraße

Hier werden das Karussell und der Bolzplatz besonders geschätzt. Für kleinere Kinder könnte es mehr Wipp- und Holztiere geben. Außerdem fehlen eine Schaukel und ein Klettergerüst.

Schlierseeweg

Eltern kleinerer Kinder regen einen Sandkasten und eine Babyschaukel an. Generell könnte der Spielplatz mit mehr Geräten aufgewertet werden.

Joh.-Seb.-Bach-Straße

Bemängelt wird die Laterne am Ende des Rodelbergs, gegen die man beim Schlittenfahren stoßen könnte. Ansonsten wird der Spielplatz sehr gelobt. Das i-Tüpfelchen wären Wasserspiele, ein Sonnensegel für den Sandkasten, eine Reckstange und andere Sportgeräte.

Künnekeweg

Der neu angelegte Spielplatz wird vormittags häufig von der benachbarten Karl-Lederer-Schule genutzt. Kinder werden laut Umfrage manchmal von den Lehrern weggeschickt. Ideen wären Bagger für den Sandkasten und eine Seilbahn.

Breslauer Weg

Der Spielplatz liegt im Schatten und bietet gute Parkmöglichkeiten. Die Geräte wie der Drache sind optisch schön und etwas besonderes. Allerdings fehlen den Eltern mehr Spielgeräte für Kleinkinder wie ein Sandkasten oder eine Babyschaukel. Auch eine Tischtennisplatte oder ein Federballfeld würden sich auf dem großen Platz anbieten.

Adalbert-Stifter-Straße

Der eingezäunte Platz wird sehr gut angenommen, auch weil er genügend Sitzmöglichkeiten für die Eltern bietet. Der starke Zulauf bringt leider auch viel Müll mit sich. Angeregt werden ein weiterer Müllbehälter, verschließbare Türen, eine Tischtennisplatte und ein Baumhaus.

Johannisplatz

Die Anzahl der Geräte wurde reduziert, wodurch der Spielplatz laut Eltern wenig abwechslungsreich ist. Sie wünschen sich unter anderem eine große Rutsche, ein Klettergerüst und eine Wippe.

Isardamm

Der Bolzplatz am Isardamm scheint der Familienliebling. Die Seilbahn ist die Attraktion dort. Doch einiges sei alt und kaputt, bemängeln die Eltern. So fehle zum Beispiel ein Kletternetz. Angeregt werden eine Slackline, mehr Wippen, ein Karussell, ein kleines Spielhaus für Jüngere und Spielfeldmarkierungen auf dem Basketballplatz.

Insgesamt, so ergab die Umfrage, wünschen sich viele Nutzer Wasserspiele. Wichtig sind ihnen Sauberkeit, Sicherheit und Vielseitigkeit. Die Eltern sollen sich wohlfühlen und Sitzmöglichkeiten vorfinden. Wert gelegt wird auf Spielgeräte aus Naturmaterialien und auf solche für Kinder mit Handicap. Vorbilder im Umkreis, die sich der Jugendrat angeschaut hat, sind die Spielplätze in Bichl, Krün, Altkirchen und Starnberg. Seine Studie will der Jugendrat demnächst im Stadtrat vorstellen. Mittel zur Um- und Neugestaltung werden Julia Brandner zufolge in der Haushaltsplanung für 2022 berücksichtigt.  

Tanja Lühr

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