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Immer wieder gut: „The Wild Bluesmen“ um Steve Clayton (re.) präsentierten im Hinterhalt ihre Live-CD, die sie vor genau einem Jahr dort aufgenommen hatten. 

Hinterhalt

Und die Hämmerchen tanzen im Klavier

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„Mister Big Man“ Steve Clayton und seine Bandkollegen begeistern einmal mehr in der Kulturbühne Hinterhalt. Er stand mit seinen „Wild Bluesmen“ auf der Bühne.

Gelting – „The same procedure as every year“, möchte man sagen. „Mister Big Man“ Steve Clayton ist mit seinen „Wild Bluesmen“ zurück im Hinterhalt. Der humorvolle Engländer hat wieder seine roten Socken an, ein Handtuch liegt griffbereit neben dem Klavier – seine Markenzeichen. Spielt er im Solo einen Boogie, dann fliegen seine Hände in unfassbarer Geschwindigkeit über die Tasten, dann tanzen die Hämmerchen im offenen Klavierkasten. Esentsteht ein Sound, der an die Zeit des Lindy Hops und East Coast Swings erinnert.

Vergangenes Jahr um etwa die gleiche Zeit waren „The Wild Bluesmen“ in der Geltinger Kulturbühne zu Gast. Sie hatten sich für zwei Tage einquartiert, um die neue Live-CD „Two Nights“ aufzunehmen. Nun sind sie mit dem neuen Album im Gepäck zurück. Eine CD-Präsentation vom Feinsten. Bis Mitternacht wird gefeiert.

Es ist ein fantastisch-verwegener Blues, eine schlichtweg einzigartige Kombination aus dem ins Gefühl hinein stampfenden Zwölfertakt mit kraftvollen Rockelementen unterlegt. Denn an der Seite des preisgekrönten Pianisten, der auch mit seiner rauen Bluesstimme überzeugt, spielen exzellente Könner: Peter Schneider an der Gitarre, Uli Lehmann am Kontrabass und Oskar Pöhnl am Schlagzeug, alles bekannte Musiker der „Stimulators“.

Die Songs stammen aus der Feder von Mr. Big Man. Der Engländer sitzt cool am Klavier, mit dem Rücken zu seinen Musikerkollegen, macht Späßchen mit dem Publikum und flachst gelegentlich mit Bandkollege Schneider. „Diese Gitarristen müssen immer an ihren Lautstärke-Knöpfen schrauben“, schimpft er augenzwinkernd mit seinem sympathischen englischen Akzent in der Stimme. „Seid Ihr bereit?“, fragte er seine Mannen, und los geht’s mit einem gefühlvollen Katze-aus-dem-Sack-Blues, „mit einem „Sexy Funky“ und der sanften Ballade „Mo’reen“. Eine Musik, die so viele Facetten in sich trägt und von einer Bass- und Rhythmusbasis getragen wird, die den Zuhörer erbarmungslos am Gefühl packt.

Das klingt zugegebenermaßen sehr superlativ, ist aber so. Und wenn Schneider zum Gitarrensolo oder Harp-Solo ansetzt, ist an seinem Gesicht abzulesen, dass die Musik aus seiner Seele kommt. Ruhiger Blues, kraftvoller R & B, spritziger Funk und erdiger Rock’n’Roll von vier Profis präsentiert, die sich vor exakt 20 Jahren gesucht und zufällig im legendären Ratskeller Köpenick in Berlin gefunden haben. Sie nannten sich „Boogie Circus“ und touren inzwischen als „The Wild Bluesmen“ durch die angesagtesten Clubs. 

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