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Frauen-Power: Die neu gewählte Vorstandschaft der Reha-Sport-Freunde mit (hinten v. li.) Monika Grasberger (Vorsitzende) und Renate Bresgen (Kasse) sowie (vorne, v. li.) Anni Junesch (2. Vorsitzende), Elisabeth Ullmann (Schriftführerin) und Anne Feiglbinder (Sportwart).

Große Nachfrage bei Schwimmkursen und Wassergymnastik

Reha-Sport-Freunde müssen Aufnahmestopp verhängen

Geretsried - Der Rehabilitationssport ist stark gefragt - so stark, dass die Reha-Sport-Freunde Geretsried jetzt einen Aufnahmestopp verhängen mussten.

Der Rehabilitationssport während oder nach einer Krankheit beziehungsweise Verletzung erfreut sich großer Beliebtheit. Die Nachfrage an den Schwimm- und Wassergymnastikkursen der Reha-Sport-Freunde Geretsried (RSG) ist so groß, dass ein Aufnahmestopp verhängt werden musste. Das berichtete die Vereinsvorsitzende Monika Grasberger kürzlich in der Jahresversammlung im Schützenheim an der Jahnstraße.

Ein weiteres Zeichen für den regen Zuspruch ist, dass der Verein für die Turnstunden in der Gymnasiumshalle Übungsleiter sucht. Er übernimmt laut Grasberger die Kosten für die notwendige Rehasport-Zusatzausbildung. Die Übungsleiter müssen sich für vier Jahre verpflichten.

Für Diskussionsstoff sorgte die von der Stadt erlassene neue Regel, dass ein zusätzlicher Rettungsschwimmer neben dem Übungsleiter die bis zu 50 Reha-Sportler am Dienstagabend im Hallenbad beaufsichtigen muss. Wie die Vorsitzende sagte, hat es im vergangenen Jahr einen Vorfall gegeben. Aus Sicherheitsgründen soll deshalb neben der Vereinsaufsicht ein Mitglied der Deutschen Lebens-Rettungsgesellschaft (DLRG) gegen Bezahlung während des Kurses anwesend sein.

130 Frauen und Männer nehmen die Angebote wahr

Insgesamt nehmen aktuell 130 Frauen und Männer die Angebote der Reha-Sport-Freunde wahr. Dazu gehören Gymnastik, Kegeln und Bosseln sowie Schwimmen und Wassergymnastik. Die Kurse werden vom Hausarzt verordnet. Der Arzt stellt fest, warum Rehabilitationssport erforderlich und welche Sportart für den Betroffenen empfehlenswert ist. In Geretsried trainieren Patienten mit Osteoporose, Krebs, Diabetes und Herzkreislauf-Erkrankungen sowie nach Verletzungen unter fachkundiger Aufsicht. 92 von ihnen sind auch Vereinsmitglieder. Neben Sport und Spiel werden Ausflüge, Wandertage und gemeinsame Feiern veranstaltet. Die Geselligkeit besitzt einen hohen Stellenwert und trägt durchaus auch zur Genesung der Mitglieder bei.

Gegründet wurde die Vereinigung 1969 als Behinderten- und Versehrtensportgruppe. 2004 erfolgte die Umbenennung in Reha-Sport-Freunde. Das klingt nicht nur moderner, der Verein arbeitet auch nach neuesten sportmedizinischen Erkenntnissen, wie Pressewart Franz Blecha erklärt.

Monika Grasberger bleibt Vorsitzende

In der Jahresversammlung wurde Monika Grasberger zur Vorsitzenden wiedergewählt. Ihre Stellvertreterin bleibt Anna Junesch. Renate Bresgen verwaltet weiterhin die Kasse, Elisabeth Ullmann ist Schriftführerin. Als Sportwart löst Anne Feiglbinder Maria Patermann ab, die mit 84 Jahren wohlverdient in den Ruhestand geht.

Tanja Lühr

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