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Die B11 bei Geretsried soll künftig entlang des Schwaigwaller Hangs (re.) verlaufen - parallel zur ebenfalls geplanten S-Bahn-Trasse.

Eine gute Nachricht für Geretsried

B11-Verlegung steht im Bundesverkehrswegeplan

Geretsried - Frohe Botschaft aus Berlin: Die Verlegung der Bundesstraße 11 bei Geretsried hat es in den Bundesverkehrswegeplan (BVWP) geschafft, den Verkehrsminister Alexander Dobrint am Mittwochnachmittag der Öffentlichkeit vorstellte.

Der 109 Seiten umfassende Katalog legt für die nächsten 15 Jahre fest, welche Verkehrsprojekte in Deutschland vorrangig behandelt werden. Insgesamt wurden 2000 Projekte angemeldet – auch die Verlegung der B11, die der Freistaat wie berichtet im März 2013 beantragt hatte. Nach der Nutzen-Kosten-Untersuchung (NKU) erreichte das Projekt – ebenso wie die Ortsumfahrung in Bad Tölz – den so genannten vordringlichen Bedarf und genießt damit bei der Umsetzung eine besondere Priorität.

Vorgesehen ist, die Bundesstraße von der Brücke über den Schwaigwaller Bach auf Höhe des Stadtmuseums bis zum Kreisverkehr an der Staatsstraße 2369 nach Westen zu verlegen. Nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums handelt es sich um eine zweieinhalb Kilometer lange Strecke. Geplant sind sowohl ein zweispuriger Neubau der Straße sowie eine Erweiterung auf vier Fahrbahnen. Für die Baumaßnahme sind Kosten in Höhe von 17,7 Millionen Euro veranschlagt, die der Bund zu 100 Prozent trägt.

„Froh um jeden weiteren Schritt in der Sache“ ist Geretsrieds Bürgermeister Michael Müller (CSU). „Nun müssen und werden wir weiter dranbleiben, um das verkehrspolitische und städtebauliche Ziel der B 11-Verlegung konsequent weiter zu verfolgen“, sagte der Rathauschef am Mittwoch auf Anfrage unserer Zeitung. Momentan trennt die Bundesstraße das Stadtzentrum noch von der Böhmwiese ab. Dort soll in einigen Jahren einmal die S-Bahn halten. Das Areal zwischen Bahnof und Stadtzentrum soll zu einem eigenen Viertel entwickelt werden.

Auch Bundestagsabgeordneter Alexander Radwan freut sich über die Aufnahme der eingereichten Verkehrsprojekte im Landkreis. Wie der CSU-Wahlkreisabgeordnete mitteilte, wird es erstmalig auch eine umfassende Behörden- und Öffentlichkeitsbeteiligung zum Bedarfsplan geben. Ab kommenden Montag, 21. März, haben alle Bürger, Verbände, Interessenvertreter und Kommunen sechs Wochen lang die Möglichkeit, sich über im Internet über ein Online-Formular schriftlich zum Entwurf zu äußern.

Infos im Internet:

www.bvwp2030.de


Doris Schmid

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