Erst zum Test, dann auf die Bühne: Die sechs Männer von „aMuSing“ am Mittwoch im Hinterhalt.
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Erst zum Test, dann auf die Bühne: Die sechs Männer von „aMuSing“ am Mittwoch im Hinterhalt.

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Vokalensemble „aMuSing“ eröffnet Veranstaltungsjahr in der Kulturbühne Hinterhalt

  • vonPeter Herrmann
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Das Sextett „aMuSing“ war zu Gast in der Kulturbühne Hinterhalt und eröffnete das Veranstaltungsjahr. Das Video ist weiterin abrufbar.

Gelting – Aufgrund der Verlängerung des Lockdowns und der damit einhergehenden Kontaktbeschränkungen finden die Veranstaltungen in der Kulturbühne Hinterhalt weiterhin ohne Publikum statt und werden von Technikern per Livestream ins Internet übertragen. Am Mittwochabend nutzte das Sextett „aMuSing“ diese Auftrittsmöglichkeit, für die es ein negatives Corona-Testergebnis vorzuweisen galt.

Die Mitglieder haben sich während ihres Studiums an der Münchner Musikhochschule kennengelernt und treten seit 19 Jahren gemeinsam auf. „Da jeder mittlerweile in einer anderen Stadt wohnt, ist es manchmal ganz schön mühsam, zu einem Konzert oder Proben zusammenzukommen“, gesteht Christian. Ebenso wie seine fünf Mitstreiter nennt er während des Konzerts und auf der Website der Band nur seinen Vornamen.

Der Kontakt zur Kulturbühne Hinterhalt kam kurz vor Weihnachten über den Livestream-Kameramann Thorsten Thane zustande. „Tolle Sache so ein Livestream: Da sind wir gern dabei“, lobte Christian das Konzept. Anders als bei Auftritten von Kabarettisten, die auf die Interaktion mit dem Publikum vor Ort angewiesen sind, erwies sich der leere Raum diesmal als Vorteil. Denn so kamen die perfekt ausgebildeten Stimmen der Protagonisten noch besser zur Geltung. Zudem nahmen die Männer singend verschiedene Positionen ein. Für das Eröffnungsstück „Can’t Wait Until Tonight“ setzten sie sich lässig auf die verwaisten Barhocker, um kurz darauf im Gänsemarsch wieder die Bühne zu betreten.

Es folgten Eigenkompositionen und beeindruckende Interpretationen von bekannten Hits. So hätte der verstorbene Queen-Sänger Freddie Mercury bestimmt viel Freude an der schwungvollen „aMuSing“-Variation des von ihm komponierten Songs „Crazy Little Thing Called Love“ gehabt. Auch „Ich bin nur gut, wenn keiner guckt“ muss sich vor dem Original von Max Raabe nicht verstecken.

Zum krönenden Abschluss des kurzweiligen Konzerts ließ der großgewachsene Chrissi in der Rammstein-Veräppelung „Zahn der Zeit“ noch einmal seine tiefe Bassstimme ertönen und sorgte für begeisterte Kommentare im Live-Chat. Über 800 Zuhörer aus ganz Deutschland hatten den YouTube-Kanal der Kulturbühne Hinterhalt angeklickt. In den kommenden Tagen dürfte eine vierstellige Nutzerzahl erreicht werden. ph

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