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Ihre Kontingentstelle haben die Geretsrieder River Rats mit dem Tschechen Ondrej Horvath (re.) besetzt. 

Kontingente im Eishockey

Ausländer im Eishockey: „Wäre gut, wenn Vereine einig wären“

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Geretsried - In der Bayernliga wird über Kontingentstellen und eine freiwillige Limitierung diskutiert. Die River Rats setzen weiterhin nur auf den Tschechen Ondrej Horvath. 

Das fast schon obligatorische Sommertheater im deutschen Eishockey findet in diesem Jahr ausnahmsweise mal auf der kleinen Bühne statt – genauer gesagt in der Bayern-, Landes- und Bezirksliga. Initiiert hat es der EV Berchtesgaden, dessen Präsident beim Deutschen Eishockeybund (DEB) vorstellig geworden war. Geprüft werden sollte die Rechtmäßigkeit der bisherigen Regelung, dass im Bereich des Bayerischen Eissportverbands (BEV) bislang nur ein Berufsspieler, respektive Ausländer, eingesetzt werden darf. In Zeiten von offenen Grenzen in Europa ein Unding, so die Berchtesgadener. Was ihnen die DEB-Schiedsstelle bestätigte und den BEV zu einer Satzungsänderung veranlasste: Ab sofort dürfen in allen bayerischen Ligen unbegrenzt viele EU-Ausländern eingesetzt werden.

Die Vereine im Oberland gehen mit den neuen Rahmenbedingungen unterschiedlich um. „Die Änderungen der Durchführungsbestimmungen ist schlecht für das deutsche Eishockey“, sagte Andreas Bauer, Pressesprecher des TSV Peißenberg. Zeitlich nutzten die Eishackler jedoch die Chance und nahmen neben dem Kanadier Tyler Wiseman auch noch den gebürtigen Slowenen Dejan Pungarsek unter Vertrag. Auf deutsche Akteure setzt man dagegen beim Bayernliga-Aufrücker EA Schongau. „Wir haben einige Spieler im Blick, die derzeit die Vorbereitung bei einem DEL2- oder Oberliga-Klub absolvieren, dort aber durchs Raster fallen könnten“, sagte EA-Teammanager Martin Resch. Beim TEV Miesbach könnte man laut Aussagen von Sportlichen Leiter Stefan Moser „bis zur Verzahnung in der Aufstiegsrunde zur Oberliga gut mit nur einem Ausländer leben“.

Gelassen bleibt man beim ESC Geretsried. „Ich glaube nicht, dass es jetzt eine so genannte Ausländerschwemme gibt“, stellte Kevin Olivo auf Anfrage fest. Schließlich müssten die Neugänge, zumal sie Berufsspieler sind, auch bezahlt werden. „Die meisten Vereine haben für die neue Saison ihren Kader schon voll“, hat der Zweite Vorsitzende beobachtet. Beim ESC begrüße man jedoch den Vorstoß des ECDC Memmingen, der alle Bayernligisten zu einer freiwilligen Limitierung auf einen oder zwei ausländische Cracks bewegen möchte. „Das wäre gut, wenn sich alle Klubs einigen könnten – egal, ob auf eine oder zwei Kontingentstellen“, sagte Olivo. Bei den River Rats selbst gibt es momentan mit Ondrej Horvath nur einen ausländischen Akteur. Der Tscheche ist jedoch kein Profi, denn er arbeitet nebenher. „Momentan ist nicht daran gedacht, einen weiteren Ausländer zu verpflichten“, betonte der ESC-Vize. Und wenn es in die Abstiegsrunde gehen sollte? „Vielleicht.“  tw

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