Lächeln unterm Mundschutz: Die Waldsommer-Alternative „Sommer dahoam“ wurde vergangenes Jahr gut angenommen. Im August soll es eine Neuauflage geben.
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Lächeln unterm Mundschutz: Die Waldsommer-Alternative „Sommer dahoam“ wurde vergangenes Jahr gut angenommen. Im August soll es eine Neuauflage geben.

Planungen laufen

Biergarten mit Extras: Waldsommer-Alternative von 20. bis 29. August

Es wird auch in diesem Jahr eine coronakonforme Alternative zum Waldsommer Geretsried geben. Sie findet diesmal aber später statt. Die Planungen laufen.

Geretsried – Frisch gezapftes Bier, Musik und Zuckerwatte: In Unterföhring bietet die Rosenheimer Festwirtsfamilie Fahrenschon noch bis 18. Juli mit dem „Sommer dahoam“ eine coronakonforme Volksfest-Alternative. Mit einem ähnlichen Modell will sie im August auch nach Geretsried kommen. „Der Waldsommer wird stattfinden“, sagt Christian Fahrenschon auf Nachfrage unserer Zeitung.

Das Programm wird derzeit erstellt. „Es werden wieder regionale Musikkapellen auftreten können“, verspricht der Festwirt. Ein Bierzelt ist angesichts der Maßnahmen auch in diesem Jahr nicht möglich, stattdessen setzt Fahrenschon wieder auf einen überdachten Biergarten, der sich 2020 bereits bewährt hat. Reservierungen nimmt die Festwirtsfamilie ab sofort an (Telefon 0 80 31/4 09 21 02). Auch einen kleinen Vergnügungspark, sprich Fahrgeschäfte und Buden, planen die Rosenheimer in der größten Stadt des Landkreises.

„Wir Veranstalter sind uns unserer Verantwortung bewusst“

Der Genehmigungsantrag sei gestellt worden, sagt Christian Fahrenschon. „Aber das ist in diesem Jahr nur Formsache.“ Anders als im Vorjahr gebe es inzwischen ein Rahmenkonzept für kleinere Volksfeste. Zuvor mussten sich Festwirte an den Regeln für Außengastronomie und Freizeitparks orientieren. Fahrenschon erstritt sich seinen „Sommer dahoam“ in Geretsried vergangenes Jahr vor Gericht, weil das Tölzer Landratsamt das Fest zunächst wegen Corona abgelehnt hatte.

Das Rahmenkonzept mache es nun zwar leichter, so der Festwirt. „Aber es ist nicht das, was wir brauchen, um unseren Beruf ausüben zu können“, betont er. Die Entwicklung der Sieben-Tage-Inzidenz im jeweiligen Landkreis schwebe weiterhin wie ein Damoklesschwert über Veranstaltern, obwohl deren Aussagekraft in der Kritik stehe. Vier Veranstaltungen haben die Fahrenschons heuer bislang durchgeführt. „Überall, wo wir waren, sind die Zahlen nach unten gegangen“, hat der Unternehmer festgestellt. Er erklärt sich das damit, dass sich Menschen zusammensetzen wollen – und wenn es keine kontrollierten Veranstaltungen im Freien gibt, passiere das eben im Gartenhäuschen. „Wir Veranstalter sind uns unserer Verantwortung bewusst, man muss uns nur machen lassen.“ Ursprünglich sollte der Waldsommer in Geretsried heuer vom 30. Juli bis 8. August stattfinden. Da sich die Gesetzeslage in den vergangenen Monaten aber immer wieder geändert habe, hätten sich all seine Veranstaltungen nach hinten verschoben, so Fahrenschon. Der Waldsommer beziehungsweise die coronakonforme Alternative an der Jahnstraße ist nun für 20. bis 29. August geplant.

1500 Besucher erlaubt das bayerische Gesundheitsministerium bei Volksfest-Ersatzveranstaltungen. „Damit kann ich leben“, so Fahrenschon. Allerdings ist ihm anzuhören, dass die Situation für Festwirte wie ihn weiterhin alles andere als leicht ist. „Wir hangeln uns alle am Abgrund entlang. Wir stürzen nicht ab, aber wir haben keinen sicheren Tritt, wo es in Zukunft hingeht“, sagt er. In den Biergärten sei man witterungsabhängig und könne keine großen Gewinne machen. Aber „wir bieten Vergnügen, geraten nicht in Vergessenheit und ich kann meine Mitarbeiter bezahlen“. Im Frühjahr machte sich Fahrenschon große Sorgen.

sw

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