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Hier entsteht das neue Hallenbad: Die schwarze Linie markiert das neue Grundstück im Stadtwald. Für den Bau von Parkplatz, Zufahrt und Schwimmhalle werden die Bäume gerodet (blau). Im Umgriff entstehen später wieder Grünflächen. Die rote Fläche markiert den Bereich, dessen baumgeprägter Charakter erhalten bleiben soll. Die Bäume werden nur teilweise gefällt, etwa zur Verkehrssicherung. 

Rodungsarbeiten beginnen diese Woche 

Waldstück muss Schwimmbad weichen

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Ab dieser Woche wird im Wald am Schulzentrum für das neue Hallenbad gearbeitet: Die Rodung von der  8700 Quadratmeter großen Fläche beginnt.

Geretsried– „Baum fällt“ heißt es diese Woche im Stadtwald zwischen B 11 und Adalbert-Stifter-Straße. Die Rodung für das neue Hallenbad beginnt. „Die Arbeiten dauern ungefähr eine Woche und werden vor der Vogelbrutzeit abgeschlossen sein“, sagt Thomas Loibl, Pressereferent der Stadt Geretsried.

Auf dem Areal am Schulzentrum müssen einige Buchen, Eichen, Fichten und Sträucher weichen. Das betroffene Grundstück ist inklusive Grünflächen insgesamt 12 000 Quadratmeter groß. Gerodet werden für Hallenbad, Parkplatz und Zufahrten 8700 Quadratmeter. Das entspricht in etwa der Größe eines Fußballfelds. 1000 Quadratmeter werden Loibl zufolge nach Abschluss der Bauarbeiten wieder begrünt.

Außenherum werden auf einer 2400 Quadratmeter großen Fläche sogenannte „grünordnerische Maßnahmen“ vorgenommen. Heißt: Die dort stehenden Bäume werden nur teilweise gefällt. Das betrifft etwa den Bereich der Zufahrt und des Parkplatzes, wo zur Verkehrssicherung 25 Prozent der Pflanzen herausgenommen werden. „Wir achten sehr genau darauf, dass nur dort gerodet wird, wo es notwendig ist“, sagt der Pressereferent. Das Konzept dafür haben das Umweltamt der Stadt, die Planer und das Landesamt für Umwelt erarbeitet. „Einen Ausgleich gibt es natürlich“, betont Loibl. Die entsprechende Fläche sei mit 1,6 Hektar sogar größer als die zu rodende. Sie liegt auf Dietramszeller Flur, grenzt östlich an das Stadtgebiet und gehört Geretsried. Sie wird mit heimischen Bäumen zu einem Laubwald aufgewertet.

Sicherheit geht vor

Die Rodung nimmt eine von der Stadt beauftragte Firma vor. Sie sorgt laut Loibl auch für die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen. Dies könnte Spaziergänger und Radfahrer im Wald betreffen. „Wir versuchen, die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten“, sagt der Pressereferent. Doch Sicherheit stehe über allem. „Sollte es doch kurzzeitig zu Einschränkungen kommen, bitten wir, dies zu entschuldigen.“

Aufgrund der Vogelbrutzeit werden die Rodungsarbeiten schon jetzt vorgenommen – auch wenn der Bau noch nicht sofort beginnt. Zunächst steht die Vergabe der Arbeiten an. Und, so fügt Thomas Loibl hinzu: „Wir freuen uns auf Rückmeldung der Kommunen.“ Wie berichtet liegt den an dem Projekt beteiligten Kommunen im Nordlandkreis die Vereinbarung über die Verteilung der Investitions- und Betriebskosten vor. Dietramszell, Königsdorf, Münsing und Eurasburg haben bereits zugestimmt.

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