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Jugendrat

Wann kommt der Bus ?

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Der Geretsrieder Jugendrat setzt sich für eine bessere Verbindung nach Tölz ein – und hat jetzt einen ersten Erfolg verbucht.

Geretsried– Nach Unterrichtsschluss ewig warten, um dann in einem übervollen Bus nach Hause zu fahren – für Schüler aus dem Norden, die werktags nach Bad Tölz pendeln, ist das Alltag. Der Geretsrieder Jugendrat setzt sich seit geraumer Zeit dafür ein, dass die Busverbindung am Nachmittag verbessert wird. Jetzt ist er einen Schritt weitergekommen: Dritter Landrat Klaus Koch hatte in der Sitzung am Dienstag Neuigkeiten. Eine Lösung ist aber noch lange nicht in Sicht.

Das Thema Busverbindung zwischen Bad Tölz, Geretsried und Wolfratshausen hat es in den Umweltausschuss des Kreistags geschafft. In der Sitzung am Montag, 15. Mai, entscheiden die Mitglieder über einen Antrag der Grünen Jugend. Sie fordert, ein Planungsbüro zu beauftragen, um einen Linienvorschlag zur Verbesserung der Busverbindung zwischen den drei Städten zu machen.

Antrag wichtig für die Jugendlichen

Felix Leipold Sprecher des Jugendrats

Weil sich der Jugendrat seit Januar 2016 mit dem Problem beschäftigt, hatte er am Dienstag Mitglieder der Grünen aus Geretsried, die im Kreistag sitzen, eingeladen. „Es ist wichtig, dass der Antrag zugunsten der Jugendlichen umgesetzt wird“, erklärte Jugendrat Felix Leipold und forderte, die entsprechenden Schulleiter in die Planung einzubeziehen. „Sie kennen ihre Stundenpläne am besten.“ Schüler aus Geretsried, Wolfratshausen und Königsdorf, die Gymnasium, Realschule, Fachoberschule oder Berufsschule in Bad Tölz besuchen, würden teilweise am Nachmittag 45 Minuten auf den Bus nach Hause warten, sagte Leipold. „Vergangenes Jahr sind 741 Schüler zwischen den Städten gependelt.“ Um 13 Uhr verkehre nur ein kurzer Linienbus. Wenn dieser voll sei, müsse man bis 14.40 oder 15.30 Uhr warten. „Das Problem ist ziemlich stark“, sagte Leipold. Das sieht auch Dritter Landrat Koch so. „Ich hole ständig meine Söhne irgendwo ab, weil wir in Beuerberg wohnen“, berichtete er.

Der Kreistagsausschuss müsste klären, welche Haltestellen in Geretsried und Bad Tölz bedient werden müssten, ob der Fahrplan an der S-Bahn in Wolfratshausen angeschlossen sein sollte und ob eine Schnellbusverbindung möglich wäre. „Dann stellt sich aber natürlich auch die Frage, ob es eine politische Mehrheit gibt“, so Koch.

Leicht sei die Entscheidung nicht. Der Kreistag hat erst kürzlich die Verbindung zwischen Wolfratshausen und Deisenhofen abgelehnt, die rund 300 000 Euro gekostet hätte. „Das war eine wichtige Sache für Egling“, gab Koch zu bedenken. Zudem sei der Nahversorgungsplan ein komplexes System, das sich nach den Zugfahrzeiten in Kochel, Bad Tölz und Wolfratshausen orientiere. „Man würde sich erstmals an die Schulen hängen.“

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