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Die AOK warnt vor dubiosen Anrufern. Angeblich handelt es sich um Mitarbeiter der Krankenkasse. Das stimmt aber nicht. 

Vorsicht, Telefonbetrug

AOK warnt vor aufdringlichen Anrufern

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Bad Tölz-Wolfratshausen - Offensichtlich versuchen derzeit Unbekannte, am Telefon die Bankdaten von Bürgern zu erfragen. Zu diesem Zweck geben sie sich als AOK-Mitarbeiter aus. Das stimmt aber nicht. 

Immer wieder gab es in den vergangenen Monaten Meldungen über Trickbetrüger, die am Telefon versuchten, Menschen über den Tisch zu ziehen. Die Maschen sind ganz unterschiedlich. Mal gaben sich die Anrufer als Microsoft-Mitarbeiter aus, um an Kontodaten zu kommen. Mal als vermeintlicher Enkel mit Geldschulden, den die Oma mit der Übergabe eines Geldbetrags aus der Patsche helfen sollte. Nun warnt die AOK Bad Tölz vor Telefonbetrügern.

Die Gesprächsführung der Unbekannten ist geschickt

Offensichtlich geben sich derzeit Anrufer als AOK-Mitarbeiter aus, schreibt die Krankenkasse in einer Pressemitteilung. Die Betrüger versuchen so, ihren Gesprächspartnern Bankdaten zu entlocken. „Durch geschickte Gesprächsführung und haltlose Versprechungen sollen Versicherte überredet werden, ihre Bankverbindung preiszugeben“, berichtet die AOK. Als Gegenleistung für die Auskunft würden die Anrufer meist hohe Geldbeträge oder Rückzahlungen aus einem Bonusprogramm versprochen werden. „Eine weitere aktuelle Betrugsmasche ist, dem Gesprächspartner am Telefon in unserem Namen Zusatzversicherungen aufzudrängen“, sagt Tarkan Demir von der AOK-Direktion Bad Tölz.

Besser ist es, das Telefongespräch alsbald zu beenden

Besonders perfide: Wer sich Informationsmaterial zuschicken lasse, habe ein paar Tage später einen Vertrag in seinem Briefkasten. Wer die Vertragsprämie nicht zahlt, erhalte im weiteren Verlauf Zahlungsaufforderungen. Die Betrüger würden sich durch Hartnäckigkeit auszeichnen und ließen sich schwer abwimmeln, so Demir. Sein Rat: „Sind Sie im Zweifel, ob Sie tatsächlich mit einem AOK-Mitarbeiter telefonieren, erfragen Sie einfach den Vornamen und den Nachnamen des Gesprächspartners.“ Anschließend solle man das Telefongespräch beenden und danach die bekannte Rufnummer der AOK-Kundenberater wählen. So kann es zu keinen Missverständnissen kommen.  

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