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Schöner Verhau: So sah es noch am Dienstagmorgen bei den Altglas-Containern an der Ecke Jahnstraße/Adalbert-Stifter-Straße aus.

Panne bei der Entsorgung

Warum die Glascontainer in Geretsried überquollen

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Ein defekter Lastwagen und seine schmutzigen Folgen. 

Geretsried – Das Stillleben aus Glas hatte schon fast etwas von einer Sozialen Plastik à la Joseph Beuys: Auf und neben den übervollen Containern an den Standorten Kaufland, Steiner Ring und Jahnstraße türmten sich am Wochenanfang Flaschen und Gläser in allen Größen und Farben. Einigen Geretsriedern wurde es dann aber doch zu bunt: Sie prangerten den Verhau, garniert mit Fotos, in den sozialen Netzwerken an und hofften auf Aufklärung.

Georg Schneider erfuhr per Anruf vom Abfallnotstand in der größten Stadt des Landkreises und hakte beim zuständigen Entsorgungsunternehmen

Jakob Haibel in Bad Tölz nach. Eine Mitarbeiterin entschuldigte sich beim Abfallberater der WGV Quarzbichl für das Versäumnis. „Der Firma ist am Montag das Spezialfahrzeug wegen eines technischen Problems ausgefallen. Sie musste auf ein Ersatzteil warten. Der Fahrer konnte deshalb die Tour nicht fahren“, sagt Schneider auf Nachfrage unserer Zeitung.

Am Dienstag war der Lkw wieder fahrbereit, um 12.20 Uhr meldete die Firma der WGV Vollzug. Alle betroffenen Altglas-Container seien nun geleert. Solch ein Defekt könne natürlich mal passieren, sagt Georg Schneider, „nur würde ich mir halt wünschen, dass wir davon schnell erfahren, damit wir unsererseits die Öffentlichkeit informieren können“.

Warum die Behälter derart voll waren, darüber kann auch der Abfallberater nur spekulieren. „Nach dem Wochenende kommt so etwas schon vor. Die Leute schmeißen ja ihr Zeug auch am Sonntag in die Container, obwohl das eigentlich nicht erlaubt ist. Da sind viele schmerzfrei.“ An welchen Tagen die Tölzer Fachfirma die Glascontainer entsorgt, liegt in deren Ermessen. „Die haben ihre Erfahrungen, wann es nötig ist“, sagt WGV-Mann Schneider, „und in der Regel klappt es auch sehr gut.“

peb

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