Robin Renger Fußball TuS Geretsried
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Zu weite Anfahrt zum Training: Robin Renger (Mi.), seit 2019 beim TuS Geretsried, hat den Verein wieder verlassen. Der frühere Regionaliga-Spieler, der in Ebersberg wohnt, schließt sich dem Bayernligisten TSV Wasserburg an.

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Weitere Abgänge - TuS-Fußballer vor „ordentlichem Umbruch“

  • vonRudi Stallein
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Nach den Abgängen von Christoph Herberth und Artur Kubica (beide Karriereende) werden weitere Spieler den Fußball-Landesligisten TuS Geretsried verlassen. Dafür gibt es mit Anton Berger vom Lenggrieser SC auch einen Neuzugang.

Geretsried – Eine spannende Aufgabe steht Martin Grelics bevor. Wenn demnächst in Bayern wieder Fußball gespielt wird, muss der Trainer des TuS Geretsried einen „abartigen Umbruch“ – wie er es selbst bezeichnet – bewältigen. Aus dem Landesligakader, den er im November in die Pandemie-Pause verabschiedet hat, muss der Coach zum jetzigen Zeitpunkt zehn Aktive streichen, die ihre Karriere beendet oder den Verein verlassen haben. Jüngster Streichkandidat ist Robin Renger. „Das war absehbar“, sagt Grelics und nennt als Grund die weite Anreise des Mittelfeldspielers, der von seinem Wohnort Ebersberg eine Stunde benötigt, um ins Training nach Geretsried zu kommen. „Er hat lange überlegt, aber auf Dauer ist der Zeitaufwand zu groß“, zeigt der Trainer Verständnis für die Entscheidung des früheren Bayreuther Regionalliga-Spielers. Rengers neuer Verein ist Bayernligist TSV Wasserburg, wodurch sich die Fahrzeit halbiert.

Ebenfalls in die Bayernliga, nämlich zum TSV Landsberg, wechselt Plator Doqaj. „Er möchte Stammspieler sein, aber die Garantie gebe ich niemandem“, so Grelics, der betont, dass der Verein und der 21-Jährige sich im Guten getrennt haben. Ein Wiedersehen könnte es in der kommenden Saison mit Yannick Woudstra geben. Der Youngster studiert in Ingolstadt und schließt sich dem Geretsrieder Ligakonkurrenten VfR Neuburg/Donau an. Sein Bruder Jordi hat sich ebenfalls zu einem Wechsel entschlossen, bleibt aber in der Region – nämlich beim TSV Grünwald (Landesliga Südost). „Beide Seiten hatten es sich wohl anders vorgestellt“, berichtet Martin Grelics von „offenen Gesprächen“ zwischen den Parteien. Auch sei „die Chemie zwischen Spielern und Mannschaft nicht so vorhanden gewesen“, wie man sich das gewünscht habe.

Anton Berger: Der Mittelfeldmann wechselt aus Lenggries zum TuS.

Speziell auf solche Aspekte soll künftig verstärkt wertgelegt werden. „Der Grundsatz ist: Man muss absolut Bock haben, für uns zu spielen“, hebt der Trainer einen entscheidenden Wesenszug hervor, den potenzielle Bewerber mitbringen sollten. Einer, der den ersten Charaktertest bereits bestanden hat, ist Anton Berger vom Lenggrieser SC. „Mit ihm haben wir schon im vergangenen Jahr Gespräche geführt, jetzt haben wir es fixiert“, sagt Grelics. Der 23-jährige Lenggrieser soll beim TuS die Außenbahn offensiv beleben und ist neben Fabio Pech aus der eigenen U19 der zweite Neuzugang des Landesligisten. Mit einem weiteren Spieler sei man in erfolgversprechenden Gesprächen, so der Geretsrieder Cheftrainer, der damit die Kaderplanung weitgehend abgeschlossen sieht. Allerdings halten die Verantwortlichen wohl noch Ausschau nach einer Verstärkung für die Offensive. Denn die Zukunft von Torjäger Srdan Ivkovic, der in seiner Heimat Kroatien weilt, sei nach wie vor „völlig offen“.

Durch die Abgänge – zuvor hatten sich bereits Christoph Herberth (Karriereende), Arthur Kubica (Schweiz), Benedikt Hoppe, David Topic, Amer Secerovic und Samy Günaydin verabschiedet – sei zwar „ordentlich Qualität weg, aber deshalb bekomme ich jetzt nicht die Flatter“, betont der Trainer. Jede Position sei doppelt besetzt. Nun biete sich den verbliebenen Spielern die Chance, als Team zu wachsen und so die drohende Qualitätsminderung aufzufangen. „Ich kann als Mannschaft viel erreichen“, lautet seine Devise.

Einen weiteren „Neuzugang“ vermelden die TuS-Fußballer für die medizinische Abteilung: Dr. Julian Sprau. Der Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation war bereits bei den Junioren-Teams des Deutschen Fußball-Bunds im Einsatz und soll seinen Beitrag dazu leisten, so Grelics, dass künftig „übers Jahr weniger Verletzungen auftreten, beziehungsweise kleinere Verletzungen schneller auskurieren“.

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