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Seit gut einer Woche ist die Produktion gestoppt. Jetzt hat das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit weitere Probenergebnisse bei Sieber mitgeteilt.

Großmetzgerei Sieber

Sieber: 12 Bakterien-Befunde - aber alle unter den Grenzwerten

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Geretsried - Experten haben in weiteren Produkten der Großmetzgerei Sieber Bakterien gefunden. Die Belastungen liegen aber allesamt unter dem Grenzwert, ab dem ein Lebensmittel als gesundheitsschädlich gilt.

Das teilt das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in einer E-Mail mit. Bislang waren fünf positive Befunde bekannt.

Im Rahmen der Ermittlungen wurden laut LGL rund 80 Proben von Produkten der Firma Sieber genommen – im Einzelhandel und in dem Betrieb selbst. Untersucht wurden sowohl Wurst- und Fleischprodukte als auch vegetarische Erzeugnisse. In zwölf Proben hat das LGL laut Mitteilung „geringe Keimzahlen“ des Bakteriums Listeria monocytogenes festgestellt. Diese lagen alle unter dem Grenzwert von 100KbE/g (die Bezeichnung steht für Kolonie bildende Einheiten pro Gramm). Die Produkte, darunter auch vegetarische Erzeugnisse, wurden bereits alle aus dem Handel zurückgerufen.

Das Bayerische Verbraucherschutzministerium hatte vor einer Woche vor dem Verzehr von Sieber-Produkten gewarnt und den Rückruf von mehren hundert Tonnen Fleisch und Wurst angeordnet. Das Tölzer Landratsamt verhängte einen Produktionsstopp über den Betrieb mit 120 Mitarbeitern.

Die Behörden vermuten einen Zusammenhang mit einem Listerien-Ausbruch 2012. Seitdem sind rund 80 Menschen erkrankt, acht von ihnen starben. Bei vier Patienten gilt das Bakterium als Todesursache. Als Erreger wurde ein Listerien-Typ ausgemacht, der im März in hoher Keimzahl auf einem Stück Wammerl der Firma Sieber festgestellt worden war. Bei verstärkten Proben im Einzelhandel gab es fünf weitere positive Befunde bei Sieber-Produkten. Wie die Bakterien in die Verpackung gelangt sind, ist unklar.

sas

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