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Der Karl-Lederer-Platz: Die Familie Krämmel will ihre Gebäude an der Südseite des Platzes abbrechen. Stattdessen soll ein fünfgeschossiger Neubau entstehen, der in Richtung Rathaus um ein siebengeschossiges Gebäude erweitert wird. Dieser „Klotz“, wie er gern genannt wird, ist umstritten.

Planung geht in die entscheidende Phase

Der weitere Zeitplan für Stadtzentrum und Lorenz-Areal

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Geretsried – Nach der Sommerpause geht es jetzt in die heiße Phase. Die Bebauungsplanverfahren für das Stadtzentrum sowie das ehemalige Lorenz-Areal sollen zum Abschluss gebracht werden. Vize-Bauamtsleiter Andreas Porer skizzierte dem Stadtrat den Zeitplan.

Die frühzeitige Bürgerbeteiligung zu den Projekten am Karl-Lederer-Platz 14 bis 18 (Krämmel) sowie an der Egerlandstraße 58 bis 74 (Baugenossenschaft) ist abgeschlossen. Die alten Häuserzeilen sollen wie berichtet abgebrochen werden. Stattdessen sind neue Wohn- und Geschäftshäuser mit entsprechendem Parkraum geplant. Die Pläne für das ehemalige Lorenz-Areal lagen ebenfalls öffentlich aus. An der Banater Straße sollen 600 bis 700 Wohnungen entstehen, jeweils zu 30 Prozent Sozialwohnungen und preisgünstige Mietwohnungen sowie zu 40 Prozent freifinanzierter Wohnraum.

Während der Auslegung gingen einige Bedenken und Anregungen ein. Aufgrund der Ausstrahlungswirkung der kürzlich erfolgten Aufnahme der B 11-Verlegung in den Bundesverkehrswegeplan ist bereits jetzt ein weiterer Koordinierungsbedarf mit den Fachbehörden in Sachen Zentrumsentwicklung absehbar. Zur hinreichenden Klärung aller notwendigen Grundlagen zur Verkehrsentwicklung wird daher laut Porer momentan geprüft, ob die Behandlung der Anregungen im Entwicklungs- und Planungsausschuss (EPA) wie ursprünglich geplant am Montag, 19. September, stattfinden kann. Denkbar sei, dass das wegen weiterem Abstimmungsbedarf erst am Dienstag, 18. Oktober, der Fall sein wird.

Das Lorenz-Areal: Dort sollen 600 bis 700 Sozial-, Miet- und Eigentumswohnungen entstehen.

Am Dienstag 27. September, wird dem Stadtrat über das Ergebnis der laufenden Verhandlungen Bericht erstattet. Die gegebenenfalls geänderten Bebauungspläne werden danach ein zweites Mal ausgelegt. Hier haben die Bürger erneut Gelegenheit, Einwände vorzubringen. Diese werde dann voraussichtlich am Dienstag, 21. November, im EPA behandelt. „Nach dem Stand heute und wenn alles optimal läuft“, so Andreas Porer, „könnte am 21. November im EPA und eine Woche später im Stadtrat der Satzungsbeschluss gefasst werden.“ Damit bestünde auf allen Grundstücken Baurecht. Sollte es „wider Erwarten“ Probleme im Verfahren geben, ist als „Plan B“ eine Verabschiedung in der Dezembersitzung geplant. Alle genannten Sitzungen sind öffentlich.
 
Dritter Bürgermeister Gerhard Meinl (CSU) legte Wert auf die Feststellung, das vor dem Satzungsbeschluss die Durchführungsverträge mit den Investoren unterschrieben sein müssen. Die Beratungen darüber erfolgen im Haupt- und Finanzausschuss, unterliegen aber der Nicht-Öffentlichkeit. Grünen-Stadtrat Prof. Dr. Detlev Ringer wollte wissen, wann gegebenenfalls Rechtsmittel gegen die Planungen eingelegt werden können. Erste Schreiben von Anwälten liegen vor. Laut Rathausmitarbeiter Porer sind juristische Schritte möglich, „wenn es einen formalen Satzungsbeschluss gibt“.

sas

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