Mann droht mit Bomben: Entwarnung nach Großeinsatz in München und Ingolstadt

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Zwölf von 24 Vorschlägen: So könnte die Fassade des Krämmel-Bau aus Sicht von der B 11 aussehen. Kehrbaum favorisiert den Bau oben links („Er steht für die Gründerzeit“) sowie unten rechts, quasi das „Geschwisterl“ vom BGZ.

Karl-Lederer-Platz

Welche Fassade darf es sein ?

Geretsried - Wie soll die Fassade des neuen Krämmel-Baus am Karl-Lederer-Platz aussehen? Darüber zerbrechen sich derzeit Investor, Planer und Fachleute den Kopf.

Das Architekturbüro von Klaus Kehrbaum hat als Ergebnis aus einem internen Wettbewerb 24 Planansätze vorgelegt. Wie Kehrbaum betont, sollen sie die Vielfalt der Möglichkeiten aufzeigen. Welche Fassade es wird, werde mit dem Gestaltungsbeirat, der Verwaltung und dem Stadtrat noch ausführlich diskutiert. Dazu ist für den 17. Juni auch eine Fahrt nach Ulm geplant.

Laut Kehrbaum ist es eine Besonderheit, dass Geretsried erst nach dem Krieg in den 1950er und 1960er Jahren entstanden ist. Dem wolle man Rechnung tragen. An Stelle von „austauschbarer, modischer Architektur“ werde gemeinsam von allen Projektentwicklern „eine ortsbezogene, bautypologisch an die Gründungszeit der Stadt Geretsried angepasste und zeitlose Architektursprache“ erarbeitet.

Die Fassadenstudien zeigen den Blick von der B 11 auf das neue Gebäude. Wie berichtet sollen die neuen Häuser am Karl-Lederer-Platz fünf- statt bisher dreigeschossig werden. Zudem ist geplant, den Krämmel-Bau in Richtung Rathaus zu verlängern und dort einen siebengeschossigen Turmbau zu errichten. Kritiker sprechen gerne von einem „Klotz“, Kehrbaum bevorzugt den Begriff „Platzkante“.

Der Architekt weist darauf hin, dass es absolut unüblich ist, dass der Investor die Fassade öffentlich zur Diskussion stellt. In der Regel habe der Stadtrat hier kein Mitspracherecht. Er könne eine Fassade nur ablehnen, wenn sie „verunstaltend“ wirkt. Aufgrund der exponierten Lage habe man sich in diesem Fall jedoch anders entschieden. „Der Stadtrat kann auch sagen, wenn er den historischen Kontext nicht will.“

Sabine Schörner

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