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Einen Ausblick auf den Ausbildungstag „Berufswelt hautnah“ gaben gestern (v. li.) Jochen Pelz von der Industriegemeinschaft Geretsried, Bürgermeister Michael Müller und Wirtschaftsförderin Annette Hilpert.

Stadt und Industriegemeinschaft veranstalten Ausbildungstag am 18. Juli

Dritte Auflage von "Berufswelt hautnah"

Geretsried - Zum dritten Mal veranstalten die Stadt und die Industriegemeinschaft Geretsried am 18. Juli den Ausbildungstag "Berufswelt hautnah". 33 Betriebe nehmen daran teil.

Unzählige Absolventen stehen jedes Jahr vor der gleichen Frage: „Wie soll es nach der Schule weitergehen?“ Um den Jugendlichen eine Entscheidungshilfe zu geben, veranstalten die Stadt und die Industriegemeinschaft Geretsried (IGG) zum dritten Mal den Ausbildungstag „Berufswelt hautnah“. Dieser findet am Montag, 18. Juli, statt. 33 Betriebe nehmen daran teil.

Mit Bussen können sich die Schüler zu zwei Betrieben ihrer Wahl fahren lassen und dort einen Eindruck vom Berufsalltag gewinnen. Die Auswahl dürfte schwer fallen. Neben 17 Industriebetrieben beteiligen sich sechs Dienstleister, fünf öffentliche Einrichtungen, zwei Einzelhändler sowie zwei Kindergärten.

"Die Unternehmen müssen sich um die jungen Leute bemühen"

CSU-Bürgermeister Michael Müller zeigte sich bei der Vorstellung der Aktion erfreut, dass sich so viele Geretsrieder Betriebe gemeldet haben. Das „who is who“ der örtlichen Wirtschaft sei heuer vertreten. Aus gutem Grund: „Es reicht heutzutage nicht mehr, bloß Arbeitsplätze anzubieten“, erklärte der Rathauschef. „Die Unternehmen müssen sich um die jungen Leute bemühen, sich präsentieren und darstellen.“

Der Ausbildungstag sei dafür eine sehr gute Möglichkeit. „Geretsried ist ein potenter Wirtschaftsstandort mit vielen sehr guten Betrieben“, sagte Müller – für Jugendliche, die einen Beruf suchen, also ein guter Standort. Dass sich die Geretsrieder Schüler für eine Ausbildung vor Ort entscheiden können, ist der Stadtverwaltung wichtig. „Wir wollen allen einen wohnortsnahen Arbeitsplatz ermöglichen.“

"Wir rechnen mit etwa 450 Schülern"

Die Wirtschaftsförderin der Stadt, Annette Hilpert, erwartet für den Ausbildungstag einen ähnlich großen Zulauf wie 2014 und 2015. „Wir rechnen mit etwa 450 Schülern.“ Jugendliche aus allen weiterführenden Schulen in Geretsried sowie der Königsdorfer Mittelschule können teilnehmen und zwei Wunschbetriebe auswählen. Am Vormittag und am Nachmittag steht jeweils ein Firmenbesuch auf dem Programm. In der Mittagspause, in der sich alle Schüler zum Essen in den Ratsstuben treffen, informieren außerdem die Agentur für Arbeit und die Ausbildungsoffensive Bayern.

In den beiden Vorjahren haben nicht nur die Schüler, sondern auch die Unternehmen von der Teilnahme profitiert. „Einige Firmen haben uns positive Rückmeldungen gegeben“, berichtete Annette Hilpert. Im Pflegebereich beispielsweise hätten sich nach dem letzten Ausbildungstag einige Bewerber gefunden. Auch das Rathaus selbst konnte Interessenten gewinnen. Hilpert: „Eine Auszubildende, die bei uns anfangen wird, hat den Erstkontakt zu uns am Ausbildungstag geknüpft.“

Auch Jochen Pelz, Vorstandsmitglied der Industriegemeinschaft, äußerte sich positiv: „Die Idee des Ausbildungstages hat es weit gebracht“, sagte er. In vielen Berufsfeldern gebe es derzeit einen hohen Bedarf an Azubis. Die Aktion „Berufswelt hautnah“ sei eine gute Möglichkeit, dafür Interessenten zu finden.

Dominik Stallein

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