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Weltkriegsbombe: Aufatmen in Geretsried - Dank an die „Helden des Tages“

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Von: Carl-Christian Eick

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150 Kilo schwer ist die Weltkriegsbombe, die auf einem Privatgrundstück in Geretsried bei Bauarbeiten ans Tageslicht kam
150 Kilo schwer ist die Weltkriegsbombe, die auf einem Privatgrundstück in Geretsried bei Bauarbeiten ans Tageslicht kam. © Stadt Geretsried

Aufatmen in Geretsried: Nach mehr als zwei Stunden konzentrierter Arbeit haben die Kampfmittel-Experten eine 150 Kilo schwere Fliegerbombe entschärft.

Update, 19 Uhr: Aufatmen in Geretsried: Nach mehr als zwei Stunden ist es den Kampfmittel-Experten um 18.55 Uhr gelungen, die Weltkriegsbombe zu entschärfen. Das berichtet der Pressesprecher der Stadt, Thomas Loibl. „Der Zünder raucht noch“, so Loibl, der wie Bürgermeister Michael Müller den „Helden des Tages“ ausdrücklich dankt. Die 150 Kilogramm schwere Fliegerbombe war am Montagmorgen bei Bauarbeiten auf einem Grundstück am Dompfaffenweg gefunden worden. Nach der erfolgreichen Entschärfung des Blindgängers können jetzt gut 2000 Menschen wieder in ihre Häuser und Wohnungen in Gartenberg zurückkehren. Hier lesen Sie unseren ausführlichen Bericht.

Bombe entschärft: Bürger können zurück in ihre Wohnungen

Dazu Stefan Sonntag, Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd in Rosenheim: „Alle Personen, die heute wegen des Einsatzes ihre Wohnungen verlassen und bei Freunden oder Bekannten ausharren mussten, können ab sofort wieder in ihre Häuser zurückkehren. Der Einsatz ist beendet, die Straßensperrungen sind aufgehoben. Die Polizei bedankt sich für Ihre Geduld.“ 
 

Im April 1945 fielen mehr als 2000 Bomben auf das heutige Gartenberg

Erst im April vergangenen Jahres war bei Bauarbeiten am Dompfaffenweg eine Fliegerbombe zu Tage gefördert worden (wir berichteten). Aufgrund der damaligen Corona-Lage konnten die Anwohner den Bereich nicht verlassen. Die 75 Kilogramm schwere Bombe wurde abtransportiert und in einem Waldstück im Norden der Stadt entschärft. Die gefährlichen Hinterlassenschaften stammen aus den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs: Anfang April 1945 flog die US-Army einen massiven Angriff auf das NS-Rüstungswerk der Dynamit Aktien Gesellschaft im heutigen Geretsrieder Stadtteil Gartenberg. Es fielen mehr als 2000 Bomben – die nicht alle explodierten.

Update, 18.15 Uhr: Die Entschärfung der 150 Kilogramm schweren Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gestaltet sich offenbar kompliziert. Der Sprengmeister des Kampfmittelräumdienstes hat die örtliche Einsatzleitung mit Blick auf die einsetzende Dunkelheit geben, Schweinwerfer an den Fundort der Bombe zu bringen. Die Entschärfung der Weltkriegsbombe begann vor knapp zwei Stunden. Mehr als 2000 Frauen, Männer und Kinder mussten ihre Häuser und Wohnungen im Geretsrieder Stadtteil Gartenberg gegen 14 Uhr verlassen.

Update, 16.35 Uhr: Nach Informationen unserer Zeitung ist die Räumung des Sicherheitsbereichs rund um den Fundort der Fliegerbombe abgeschlossen. Die Kampfmittel-Experten machen sich nun an die Entschärfung der 150-Kilo-Bombe.

Bombenfund in Geretsried: Gut 100 Bereitschaftspolizisten vor Ort

Update, 15 Uhr: In Geretsried sind gut 100 Kräfte der bayerischen Bereitschaftspolizei eingetroffen. Die Räumung des Sicherheitsbereichs im Stadtteil Gartenberg ist gestartet. Geretsrieds Bürgermeister Michael Müller geht davon aus, dass gut 2000 Bürgerinnen und Bürger ihre Häuser und Wohnungen verlassen müssen. Die Bereitschaftspolizisten gehen durch die Straße, sobald alle Häuser und Wohnungen leer sind, soll mit der Entschärfung der Weltkriegsbombe begonnen werden.

Schon im vergangenen Jahr war am Dompfaffenweg eine Fliegerbombe zu Tage gefördert worden. Aufgrund der damaligen Corona-Maßnahmen konnten die Anwohner nicht evakuiert werden, die Bombe wurde in ein Waldstück transportiert.

Sicherheitsbereich nach Bombenfund in Geretsried
150 Metern um den Fundort der Bombe in Geretsried wird ein Sicherheitsbereich eingerichtet. Gut 2000 Anwohner müssen ihre Häuser und Wohnungen verlassen. © Polizeipräsidium Oberbayern

Update, 14 Uhr:- Betroffen von der Räumung des eingerichteten Sicherheitsbereichs (rund um ein Privatgrundstück am Dompfaffenweg in Geretsried) „dürften etwa 1500 Personen sein“. Das berichtet Stefan Sonntag, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Süd in Rosenheim, gegenüber unserer Zeitung. Die Stadt Geretsried geht sogar von 2200 bis 2300 betroffenen Bürgern aus. Alle Anwohner, die ihre Häuser und Wohnungen verlassen müssen und vorübergehend nicht bei Freunden oder Verwandten unterkommen können, stehen laut Polizei folgende öffentlichen Gebäude zur Verfügung: die Ratsstuben am Karl-Lederer-Platz, die Turnhalle der Isardammschule sowie die Turnhalle der Mittelschule am Schulzentrum (Adalbert-Stifter-Straße).

Sonntag erläutert: „Sobald die erforderlichen Einsatzkräfte der bayerischen Bereitschaftspolizei eingetroffen und eingewiesen sind, soll die Räumung beginnen.“ Derzeit geht die Polizei davon aus, dass mit der Räumung des Sicherheitsbereichs gegen 14 Uhr angefangen werden kann. Vor Ort sind nach Informationen unserer Zeitung auch Geretsrieds Bürgermeister Michael Müller sowie der Pressesprecher der Stadt, Thomas Loibl.

Bombenfund in Geretsried: Bombe enthält 15 bis 20 Kilo Sprengstoff

Unsere Erstmeldung - Im Bereich des Dompfaffenwegs im Geretsrieder Stadtteil Gartenberg ist eine Bombe gefunden worden. Dazu teilt das Polizeipräsidium Oberbayern Süd in Rosenheim in einer ersten Pressemitteilung mit: Am Montagmorgen, 25. Oktober, wurde bei Bauarbeiten auf einem Privatgrundstück am Dompfaffenweg in Geretsried Weltkriegsmunition gefunden. Es handelt sich dabei um eine 150 Kilogramm schwere Bombe, welche etwa 15 bis 20 Kilogramm Sprengstoff enthält. Ein Abtransport ist nicht möglich, die Entschärfung muss vor Ort stattfinden. Der eingerichtete Sicherheitsbereich um den Fundort wurde vom Sprengmeister auf circa 150 Meter bestimmt. 

Bombenfund in Geretsried: Betroffener Bereich wird geräumt

Rettungskräfte
Nach einem Bombenfund in Geretsried-Gartenberg sind zahlreiche Einsatzkräfte vor Ort zusammengezogen worden. © Sabine Hermsdorf-Hiss

Zur Räumung des betroffenen Bereichs, wohl im Laufe des heutigen Nachmittages, werden derzeit Hilfskräfte von Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst und der Stadt Geretsried zusammengezogen. Allen Anwohnern, welche den betroffenen Bereich verlassen müssen, werden Möglichkeiten zum Aufenthalt in öffentlichen Gebäuden angeboten: die Turnhalle der Isardammschule sowie die Ratsstuben am Karl-Lederer-Platz. (cce)

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