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Das Isaraustadion ist eine der Geretsrieder Sportstätten, über deren Zukunft Wolfgang Werner reden will. 

Antrag soll am Dienstag behandelt werden

Werner fordert Sport-Agenda

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Geretsried - Sportreferent Wolfgang Werner plant den großen Wurf: Die Stadt soll einen Masterplan für den Sport in Geretsried entwickeln. Der Name des Plans: Sport-Agenda 2025. Am Dienstag steht der Antrag auf der Tagesordnung des Stadtrats.

Geretsried – In der Agenda 2015 sollen nach dem Willen des SPD-Stadtrates Wolfgang Werner die Ergebnisse aus dem ersten Sportentwicklungsplan, Stand Januar 2009, einfließen. Außerdem soll sie eng mit dem Flächennutzungsplan verzahnt werden. Allzu viel Zeit will Werner der Kommune nicht einräumen. „Mit der Umsetzung soll im Frühjahr 2018 begonnen werden“, fordert er.

Darüber hinaus hält es Werner für unerlässlich, über die Stadtgrenzen hinaus zu denken. „Die kommunale Zusammenarbeit mit der Stadt Wolfratshausen muss intensiviert werden.“ Er regt an, dass mindestens zwei Mal pro Jahr Arbeitstreffen auf der Ebene der Sportämter stattfinden, wobei auch die Sportreferenten mit am Tisch sitzen sollen. Ziel könnte ein interkommunales Sportstätten-Management sein.

Der Ansatz Werners ist interkommunal

Wolfgang Werner (SPD) ist Sporteferent der Stadt Geretsried. 

Zur Begründung führt Werner an, dass die Stadt Geretsried wächst und möglicherweise schon Ende des kommenden Jahrzehnts die 30 000-Einwohner-Marke knackt. Für die Bürger müsse es jetzt und in Zukunft ein adäquates Sportangebot geben. „Schon jetzt haben wir enorme Schwierigkeiten, allen Vereinen und Sportlern gerecht zu werden“, schreibt der Sozialdemokrat. „Schon jetzt fehlen Sportanlagen.“ Sicherlich werde es nicht möglich sein, für jeden Geretsrieder Sportverein eine eigene Sportstätte zu bauen. „Ziel muss es aber sein, dass die Stadt für ihre Vereine, aber auch für ihre Freizeitsportler attraktiv bleibt.“

Eine Verschärfung der Problematik droht laut Werner durch die Verlegung der B 11 und die Verlängerung der S-Bahn. „Dadurch werden auf der Böhmwiese wichtige Sportplätze wegfallen.“ Mit diesem Szenario sei schon Mitte der 2020er Jahre zu rechnen.

Nach dem Willen Werners sollen Bürger und Sportvereine an der Entwicklung der Sport-Agenda 2025 beteiligt werden. Wie der erste Sportentwicklungsplan, soll auch dieser Prozess professionell begleitet werden. Die Zusammenarbeit mit Wolfratshausen sei „ein weiterer Baustein“. Beide Städte könnte sich gegenseitig aushelfen.

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