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Mit diesen Vorzeigeschülern zeigt man sich gerne: (hinten v. li.) Gymnasiums-Direktor Dr. Hermann Deger, Bürgermeister Michael Müller, Alex Wolters, Amrei Melf, Florian Seemann, Florian Gründl und Lynn Miklik sowie (vorne v. li.) Constanze Richter, Marlen Brunn, Janina Kube und Luise Voss.

Gymnasiasten präsentieren Seminararbeiten

Wie klettert Tom Cruise die Wand hoch ? 

Im Rathaus stellten neun Gymnasiasten am Mittwochabend ihre Seminararbeiten vor. Aus jedem Fachseminar war je ein Schüler ausgewählt worden, der seine Arbeit präsentierte. Die Themen waren dementsprechend breit gefächert.

Geretsried – Die Szene ist berühmt. Im Film „Mission Impossible“ klettert Tom Cruise in der Rolle von Ethan Hunt an der Wand des höchsten Turms der Welt, dem Burj Khalifa in Dubai, nach oben. Möglich machen diesen wahnwitzigen Stunt besondere Handschuhe mit Hafthaaren. Im Tierreich braucht es diese Hilfsmittel nicht: Geckos beispielsweise haben ähnliche Härchen an ihren Beinen wie die, die sich der Hollywood-Star über die Hände gezogen hat. Im Zuge des Wissenschaftspropädeutischen Seminars (W-Seminar) am Gymnasium Geretsried hat Alexander Wolters erforscht, wie derlei Haftsysteme funktionieren und – wenn auch nur als Randaspekt – wie die halsbrecherische Szene aus „Mission Impossible“ technisch umsetzbar wäre.

Gymnasiums-Direktor: „Die Resonanz wird immer größer“

Bereits zum sechsten Mal fand diese Präsentation statt, sehr zur Freude von Gymnasiums-Direktor Dr. Hermann Deger: „Das entwickelt sich jedes Jahr sehr positiv. Die Resonanz wird immer größer.“ Der Sitzungssaal des Rathauses, in dem sonst über politische Themen wie die Neugestaltung des Stadtzentrums diskutiert wird, wurde zur Bühne für erste erfolgreiche wissenschaftliche Gehversuche. Die Zuschauerränge waren voll besetzt.

Jugendkulturen, Internetsucht und koreanischer Tanz 

Manche der Themen wirkten auf den ersten Blick nicht hochwissenschaftlich. So ging Luisa Voss der Frage nach, ob man die Jugendlichen heutzutage in verschiedene Jugendkulturen einteilen kann und welche das sind. Ihre Umfrage hat ergeben, dass sich die meisten Heranwachsenden keiner Strömung zugehörig fühlen. Marlen Brunn und Janina Kube stellten das Internet in den Mittelpunkt ihrer Arbeit. „Die Ironie des Ganzen ist, dass das Internet eigentlich erfunden wurde, um Zeit zu sparen“, stellten die beiden fest. Stattdessen verbringen die Menschen inzwischen Stunden damit, am Computer oder mit ihrem Smartphone im Internet zu surfen. Charlotte Jung präsentierte ein selbst produziertes Video über koreanischen Tanz und Lynn Miklik informierte über die posttraumatische Belastungsstörung.

Oberstufenkoordinator Peter Buchmeier zeigte sich zufrieden: „Es ist schön zu sehen, wie unterschiedlich man auf hohem Niveau wissenschaftlich arbeiten kann.“ Im Foyer des Rathauses wurden nach der Präsentation von den Schülern selbst entworfene Plakate ausgestellt. Diese sind zu den Öffnungszeiten des Rathauses zu besichtigen. 

Von Dominik Stallein

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