Leerer Biergarten am Waldsommer Geretsried
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Kehraus: Biergarten und Vergnügungspark an der Jahnstraße blieben am Sonntag geschlossen.

„Sachlich und rechtlich einwandfrei“ 

„Willkür“ beim Waldsommer? Dritter Bürgermeister wehrt sich gegen Vorwürfe

Die Vorwürfe, die bei der Protestaktion am Sonntag geäußert wurden, lässt Dritter Bürgermeister Gerhard Meinl nicht auf sich sitzen. Er tritt ihnen „ „aufs Schärfste“ entgegen.

Geretsried – Festwirt Christian Fahrenschon hat der städtischen Verwaltung behördliche „Willkür“ vorgeworfen. Bei einer Protestaktion am Sonntag, die wie berichtet statt des letzten Waldsommer-Tages stattgefunden hat, hatte er kritisiert, dass ein Ermessensspielraum nicht ausgenutzt worden sie. Dagegen wehrte sich Dritter Bürgermeister Gerhard Meinl am Montagnachmittag in einer Pressemitteilung. Dem Vorwurf der „Willkür“ müsse „aufs Schärfste“ entgegengetreten werden, so Meinl. „Die Stadt hat sachlich und rechtlich einwandfrei gehandelt.“

Fahrenschon, der seit 2017 den Waldsommer in Geretsried veranstaltet, hatte vergangene Woche nach einem Streit über die Anzahl an Sicherheitspersonal auf dem Festgelände seinen Vertrag mit der Stadt gekündigt. „Wir kommen gerne hierher – aber nicht auf diese Art und Weise“, ließ Fahrenschon bei der Kundgebung am Sonntag ein Hintertürchen offen. Einer doch noch möglichen Einigung erteilt Meinl in seiner Pressemitteilung allerdings eine Absage. Die Stadt halte fest, dass der Vertrag zum Volksfest beziehungsweise Waldsommer für 2022 vom Festwirt Fahrenschon gekündigt wurde, so der Dritte Bürgermeister. „Daher wird neu ausgeschrieben und es bleibt auch zu hoffen, dass dann Covid-19 im Griff ist.“

Meinl legt in der Mitteilung ausführlich dar, wie die Durchführung des Waldsommers aus Sicht der Stadt abgelaufen ist. Das Landratsamt habe die förmliche Genehmigung für Biergarten und Rummel am 20. August, also dem ersten Tag des Waldsommers, erteilt. „Da keine vollständige Antragsstellung des Festwirts vorlag“, sei am Tag zuvor eine erste Ausfertigung des Bescheids bei einer gemeinsamen Begehung mit Stadt und Polizei übergeben, besprochen und anschließend im Sinne des Festwirts zu den Punkten Sanitätsdienst, Betriebszeiten und Ordnungskräften überarbeitet worden. Darüber habe Einvernehmen bestanden, und der Festwirt habe den Bescheid seinem Vertragsnehmer für den Sicherheitsdienst übergeben. „Insoweit verlief der Waldsommer bis 24. August einwandfrei, wie auch weitgehend in den Vorjahren, einschließlich des Corona-Jahres 2020.“ Dann habe der Festwirt das Sicherheitspersonal, dessen Mindestanzahl die Polizei ausdrücklich gefordert hätte, eigenmächtig unterschritten. Tags darauf habe daher ein Gespräch mit den Beteiligten im Rathaus stattgefunden. Meinl: „Um nicht mehr Öl ins Feuer zu gießen, will ich mich über die Dezibelzahl des Gesprächs und gewisse Rechtsauffassungen des Festwirts nicht näher auslassen.“

sw

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