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Fühlt sich wohl in Geretsried: Björn Rodenwaldt, seit Oktober neuer Leiter der Stadtbücherei, mit seinen Mitarbeiterinnen (v. li.) Gudrun Knauss, Lora Kutscherenko und Steffi Füssel. 

Jahresbilanz der Stadtbücherei

Wird bald die 2000er-Marke geknackt ?

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Geretsried - 279 Kinder und Erwachsene haben sich im Jahr 2015 einen Mitgliedsausweis für die Stadtbücherei ausstellen lassen. Damit stieg die Zahl der aktiven Leser auf 1988. Eine Zahl, die sich sehen lassen kann – ebenso wie die der Ausleihen.

Besonders Kinder bis 14 Jahre und Erwachsene zwischen 25 und 45 Jahren nutzten das Angebot der Bücherei im vergangenen Jahr. Sie konnten auf einen Medienbestand von über 43.700 Büchern, DVDs, Zeitschriften und Spielen zurückgreifen. Den Löwenanteil machen Sach- und Kinderbücher aus.

Im Schnitt wurde jedes Medium 3,7 Mal verliehen. „Es gibt Bücher, die sind andauernd ausgeliehen“, sagt Björn Rodenwaldt, der die Stadtbücherei seit dem 1. Oktober 2015 leitet. Das Buch, das die Bestenliste anführt, sei im vergangenen Jahr an die 100 Mal verliehen worden. „Manche bringen es schon nach drei Tagen wieder zurück.“

Insgesamt verzeichnete Rodenwaldt fast 170.000 Ausleihen – im Vorjahr waren es knapp 164.000. Das ist eine Steigerung von 3,6 Prozent. „Der stärkste Ausleihmonat war der März, der schwächste der Dezember“, sagt der 36-Jährige. Vor allem das Ausleihen im Verbund hat seinen Angaben zufolge stark zugenommen. Wie berichtet gehört die Stadtbücherei Geretsried dem Regionalverbund „Biblioplus“ an. Damit standen den Lesern im Jahr 2015 über 296.000 Medien zur Verfügung. Rodenwaldt: „Die Möglichkeit der Fernleihe wurde 175 Mal in Anspruch genommen.“

Einen leichten Abwärtstrend gibt es bei den Besuchern zu verzeichnen. 2015 waren es etwa 40.000, im Jahr davor noch 42.000. Möglicherweise liegt das an den E-Books, die man sich per „Onleihe“ bequem von Zuhause aus über das Internet ausleihen kann. Inzwischen sind es etwa 230 Erwachsene, die dieses Angebot hauptsächlich nutzen, so Rodenwaldt. Die „Onleihe“ möchte der Büchereileiter noch bekannter machen. Er kann sich vorstellen, eine Extra-Sprechstunde anzubieten, in der er Fragen rund ums Thema E-Book und Ausleihe beantwortet. Die Lage der Bücherei am Schulzentrum ist für Rodenwaldt ein Gewinn. „Ich möchte die Schüler ansprechen und herausfinden, wer nicht zu uns kommt, und warum“, sagt Rodenwaldt. Um die Bücherei als Treffpunkt noch attraktiver zu machen, plant der Rheinländer außerdem die Etablierung eines regelmäßigen Spieleabends. Darüber hinaus gibt es schon eine ganze Reihe von Veranstaltungen in der Bücherei: Klassenführungen und Lesungen, Vorträge und Literaturkreise sowie Ausstellungen. Im vergangenen Jahr waren es 95. Das sind mehr als doppelt so viele wie im Jahr davor.

Doris Schmid

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