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Gemütlich schmökern: In diesem Jahr fand das „Stadtlesen“ unter anderem auf der Marktstraße in Bad Tölz statt.

Aktion „Stadtlesen

Wird Geretsried zur Lesestadt ?

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Geretsried ist für das „Stadtlesen“ nominiert. Damit könnten viele Bücher und gemütliche Sitzsäcke in die Stadt kommen. Bürger können bis Ende August im Internet für die Veranstaltung voten.

Geretsried – Mitten in der Stadt mit anderen gemütlich schmökern. Das könnte nächstes Jahr auch in Geretsried möglich sein. Die Stadt wurde für die Aktion „Stadtlesen“ nominiert. Wer Geretsried vorgeschlagen hat, und ob es am Ende unter den 25 Lesestädten sein wird, ist noch ungewiss. Fest steht aber, dass sich die Chancen erhöhen, je mehr Menschen die Stadt im Internet vorschlagen.

In der Tölzer Marktstraße konnten es sich Landkreisbürger im Juli mit einem Buch bequem machen. Die Innovationswerkstatt „Stadtlesen“ aus Österreich, die das Projekt vor acht Jahren initiiert hat und seitdem jedes Jahr durch die Städte tourt, baute Bücherregale mit 3000 verschiedenen Werken und 100 Sitzgelegenheiten – darunter Sitzsäcke und Hängematten – auf, die Bücherfreunde ein verlängertes Wochenende nutzen konnten.

Auch Grüffelo besuchte das „Stadtlesen“

Zu Besuch waren in dieser Zeit auch beliebte Kinderbuchfiguren, wie der Grüffelo, Rabe Socke und Drache Kokosnuss. Erwachsene konnten Krimiautorin Nicola Förg bei einer Lesung in der Altstadt kennen lernen. Weitere Stationen des „Stadtlesens“ sind in diesem Jahr unter anderem Köln, Salzburg, Wien und Offenbach.

Ob sich Geretsried 2018 in die Reihe der Literaturstädte stellen kann, können Leseratten noch bis Donnerstag, 31. August, beeinflussen. Auf der Homepage der Innovationswerkstatt kann jeder mit einem Internetanschluss seine Lieblingsstadt nominieren. Die Liste ist lang – über 200 Städte wurden bisher vorgeschlagen.

Nur 25 Städte werden ausgewählt

Dass Geretsried darunter ist, hat Björn Rodenwaldt, Leiter der Stadtbücherei etwas überrascht. „Wir wissen leider nicht, wer uns nominiert hat“, sagt er. Rodenwaldt kann sich das „Stadtlesen“ aber gut in Geretsried vorstellen. Er will die Aktion über die Facebook-Seite der Kommune publik machen. Da nur 25 Städte ausgewählt werden, wolle man sich über Details erst Gedanken machen, wenn Geretsried dabei ist. „Wir haben nächstes Jahr schon einiges geplant, würden aber versuchen, etwas auf die Beine zu stellen“, sagt Rodenwaldt. Die Stadt müsste im Haushalt Geld dafür einstellen. Laut Innovationswerkstatt fällt ein Kostenbeitrag von 8000 Euro an, den die jeweilige Stadt oder Sponsoren bereitstellen. Und Geretsried müsste eine geeignete Kulisse für die Bücherregale und Sitzsäcke finden.

Aus der Region sind übrigens weitere Kommunen nominiert: Bad Tölz ist erneut im Rennen. Auch Bichl und Penzberg wurden vorgeschlagen. Die Konkurrenz ist groß. Einwohnerstarke Städte wie München, Rosenheim, Nürnberg und Bamberg sind ebenfalls für das „Stadtlesen“ aufgelistet.

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