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Bereitet besondere Stücke für die Ostertage vor: Der Kirchenchor St. Andreas. 

Kirchenchor singt

St. Andreas: Musikalischer Hochgenuss zum Osterfest

Die Kar- und Ostertage stellen den Höhepunkt des Kirchenjahres dar. Das spiegelt sich auch in der musikalischen Gestaltung der Gottesdienste in der Katholischen Stadtkirche Wolfratshausen wider.

Wolfratshausen – In St. Andreas erklingt am Gründonnerstag, 18. April, um 19 Uhr in der Feier vom letzten Abendmahl die Messe in Es-Dur des aus München-Sendling stammenden Komponisten Karl Kraft (1903 – 1978). Es singt der Kirchenchor St. Andreas. In der Ölbergandacht gegen 22 Uhr ist der Jugendchor zu hören. Am Karfreitag, 19. April, wird des Todes Jesu gedacht. Dazu versammelt sich die Gemeinde um 15 Uhr in St. Andreas. In der Liturgie erklingt die Johannespassion von 1568 des Komponisten Joachim a Burck, gesungen vom Vokalensemble St. Andreas.

Die Osternacht in St. Andreas am Samstag, 20. April, ab 21 Uhr wird vom Kirchenchor mit Motetten und Chorsätzen gestaltet. Zur Osternacht am Sonntag, 21. April ab 5 Uhr in St. Josef der Arbeiter in Waldram singt die dortige Schola deutsche liturgische Gesänge.

Joseph Haydn komponierte seine „Missa Cellensis“ für Soli, Chor und Orchester im Jahr 1782. Sie ist im Festgottesdienst am Ostersonntag, 21. April, ab 10.30 Uhr in St. Andreas zu hören, ebenso die eigens für St. Andreas komponierte „Intrade am Ostersonntag“, die Motette „Dextera Domini“ von César Franck sowie das berühmte „Haec dies quam fecit Dominus“ von Caspar Ett. Den Abschluss bildet traditionell das „Halleluja“ aus dem „Messias“ von Georg Friedrich Händel.

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„Der aus Huppenberg bei Königsdorf stammende Komponist Fredi Auer hat bis dato drei Messen geschrieben“, erklärt Kirchenmusiker Mark Ehlert. Auers „Friedensmesse“ wird am Ostersonntag um 10 Uhr in St. Benedikt durch den Geltinger Kirchenchor unter Leitung von Ingrid Blersch erstmals (in Teilen) uraufgeführt. Die „Feierliche Ostervesper“ in St. Nantovinus am Ostersonntag um 18 Uhr gestaltet das Vokalensemble „Hört Hört!“ mit Motetten von Orlando di Lasso, Hans Leo Hassler sechsstimmigen Falso-Bordoni-Sätzen von Gregor Stemmele.

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Eine Besonderheit ist am Ostermontag, 22. April, um 10.30 Uhr in St. Josef in Waldram zu erleben: Erstmals seit fast 200 Jahren ist die „Missa Solmenis in F-Dur“ von Georg Augustin Holler (1744 –1814) zu hören. Viele Werke des Münchner Stadtmusikers sind laut dem Wolfratshauser Kirchenmusiker nur in der „Sachranger Musikaliensammlung“ des Peter Huber überliefert. Ehlert: „Ich hab’ mir die Mühe gemacht, aus den handschriftlichen Einzelstimmen eine Partitur zu erstellen, damit diese Messe der Vergessenheit entrissen werden kann.“ Es musiziert das Holler-Ensemble Wolfratshausen.  red

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