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Dem Wunsch der Fans entsprach die Mehrheit der Zuhörer und stimmte für die Wolfratshauser Band „Manera“.

Geretsrieder Waldsommer

Wolfratshauser Band „Manera“ gewinnt Band-Battle

Das Publikum hat entschieden: „Manera“ heißt der Sieger des ersten Band-Battles von Radio Alpenwelle auf dem Geretsrieder Waldsommer.

Geretsried – Die Jungs um Sänger Fabio Faganello legten eine ohrenbetäubende Show hin. Die rund 600 Zuhörer wählten die Wolfratshauser Band, die im Geretsrieder Jugendzentrum Saftladen probt, mit 21 Stimmen Abstand vor „Lost in Stereo“ aus Bad Tölz auf Platz eins. Platz drei belegte „Föhnsturm“ aus Miesbach, Platz vier „Spring Army“ aus Bad Tölz und Platz fünf Sängerin Melli Zech aus Pähl (Kreis Weilheim).

Jury und Zuschauer entscheiden

Die Bands, die als erste spielten, waren im Nachteil. Um 15 Uhr zog es am Samstag noch kaum jemanden ins Festzelt. Wirt Christian Fahrenschon, auf dessen Idee der musikalische Wettstreit zurückgeht, nannte das geringe Interesse „enttäuschend“. Nur ein paar treue Fans lauschten den Liedern der Band „Föhnsturm“. Sie überzeugte mit klugen Texten und eingängigen Melodien. Die Jury, bestehend aus Festwirt Fahrenschon, Bürgermeister Michael Müller sowie den Radio-Alpenwelle Moderatoren Lisa Wohllaib und Sepp Angerer, hielt die Daumen nach oben. Die vier Preisrichter lieferten nur ihre Kommentare ab. Die Zuhörer kreuzten an, welcher der fünf Teilnehmer ihnen am besten gefallen hat. Die Bands waren zuvor über eine Abstimmung im Internet ausgewählt worden.

Beide Tölzer Gruppen coverten Songs wie „Ein Kompliment“ (Sportfreunden Stiller) oder „It’s my Life“ (Bon Jovi). „Gute Party-Bands“, urteilte Fahrenschon. Melli Zech (18) trug ihre Eigenkompositionen souverän vor.

„Gut gemacht – für die, die so was mögen“

Gab alles: Fabio Faganello, Frontmann der Band „Manera“.  

Als „Manera“ kurz nach 18 Uhr die Bühne betrat, war das Zelt gut gefüllt und Fans hielten Pappschilder mit Aufschriften wie „We love you“ oder „Vote for Manera“ in die Höhe. Abraham Pfeiffer am Schlagzeug, Mika Erdelt an der E-Gitarre, Maxi Stach am Bass und Sänger Fabio Faganello legten los mit ihrem Heavy-Metal-Sound. Der 21-jährige Fabio schrie und sprang wild herum. Sein Gesang ging jedoch in der enormen Geräuschkulisse der Instrumente ein wenig unter.

„Wenn Energie einen Namen hat, dann heißt sie ,Manera‘“, sagte Moderator Christoph Götz. Festwirt Fahrenschon, der während der Show seinen Platz auf der Jury-Bank verlassen hatte, meinte danach: „I bin froh, dass’ vorbei is.“ Der Frontmann sei super, aber es sei kein Zusammenspiel erkennbar. „Ihr seids einfach nur laut“, kritisierte er. Bürgermeister Müller gab sich diplomatischer: „Ihr habt es gut gemacht – für die, die so was mögen.“ Sepp Angerer hat der Auftritt „saugut“ gefallen.

Das Preisgeld in Höhe von 500 Euro will „Manera“ in die Produktion ihrer ersten EP investieren. Außerdem dürfen sie bei einer von Fahrenschons Veranstaltungen spielen. Fahrenschons Kritik fand Sänger Faganello „schon ziemlich krass“, wie er sagt. Sie bringt ihn aber nicht von seinem Ziel ab, eines Tages vor 70 000 Zuschauern im Olympiastadion zu spielen. 

Tanja Lühr

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