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Werbung in eigener Sache: Anton Demmel, Landrats-Kandidat der CSU, war Gast am Geretsrieder CSU-Stammtisch. 

CSU-Landratskandidat zu Gast am Stammtisch in Geretsried

Worauf es für Anton Demmel im Wahlkampf ankommen wird

CSU-Landratskandidat Anton Demmel weiß: Im Wahlkampf wird er die Bürger von etwas ganz Bestimmtem überzeugen müssen. 

Geretsried – Der CSU-Landratskandidat Anton Demmel stattete dem CSU-Sammtisch im Gasthof Geiger kürzlich einen Besuch ab. Der Königsdorfer zählte den Parteifreunden auf, was unter ihm als Landrat alles besser werden würde – falls er gewählt werde. Die Kunst des Wahlkampfs werde darin bestehen, die Landkreisbürger davon zu überzeugen, dass einiges besser werden müsse. Denn Demmel hat den Eindruck: „Der Großteil sagt: Passt doch alles“. Was in den Augen des CSU-Bewerbers fehlt, ist „frischer Schwung“. Er sagte, ihn wurme jedes Problem und er wolle es gelöst haben – anders als der amtierende Landrat Josef Niedermaier (Freie Wähler).

Als ein wichtiges Beispiel nannte Demmel die Bearbeitung von Bauanträgen. Sie dauere viel zu lange im Landratsamt. Bei der S7-Verlängerung nach Geretsried passiert dem Königsdorfer ebenfalls zu wenig: „Da muss der Landrat eigentlich jedes halbe Jahr auf der Matte stehen und Druck machen“. Im sozialen Bereich will Demmel das seniorenpolitische Gesamtkonzept endlich umsetzen statt „nur rumzustopseln“. Aktuell fehlten 500 Pflegeplätze im Landkreis. Mit Blick auf den demografischen Wandel müssten jetzt dringend Plätze geschaffen werden. Der Kreis dürfe sich nicht darauf hinausreden, dass er nur eine „Hinwirkungspflicht“ habe, was den Bau von Einrichtungen betreffe. So wie die Gemeinde Königsdorf einen kommunalen Kindergarten betreibe – mit all den damit verbundenen Verpflichtungen – sollte auch der Kreis bei den Seniorenheimen, der Tagespflege und der ambulanten Pflege aktiver werden.

Dr. Josef Orthuber, Chefarzt am Wolfratshauser Kreisklinikum, wollte vom Stammtisch-Ehrengast wissen, wie er sich die Zukunft des Krankenhauses vorstelle. Demmel musste zugeben, dass er sich in diese Materie noch nicht ausreichend eingearbeitet habe. Er sei dabei, sich ein Bild zu machen. Kooperationen, wie sie Wolfratshausen in der Geburtshilfe mit Starnberg eingegangen ist, seien sicher ein guter Weg, die Klinik leistungsfähig zu erhalten. „Langfristig nur den Geldbeutel aufmachen und für Defizite bezahlen“ könne der Landkreis sicher nicht. Demmel betonte, dass er als Landrat auch an die Asklepios-Stadtklinik in Bad Tölz denken müsste, damit sie nicht „hinten runter fällt“. Orthuber sagte, man sei in Wolfratshausen „für alles offen“. Aber es dürfe keine Abstriche bei der Daseinsvorsorge geben, sprich: eine Privatisierung wäre die schlechteste Lösung.

Lesen Sie auch: Wachsen oder weichen - die Zukunft der Kreisklinik

Kritik äußerte der Landratskandidat am Vorgehen Niedermaiers in puncto Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV). Dass der Kreistag auf Antrag der Grünen Jugend die Verbindungen zwischen Wolfratshausen, Geretsried und Bad Tölz optimiert habe, sei „blauäugig“ gewesen. Die Busse würden so gut wie leer durch die Gegend fahren, was er in Königsdorf oft vom Jägersitz aus beobachte: „So spart man sicher kein Kohlendioxid ein.“

Lesen Sie auch: Zur Energiewende ist es noch ein weiter Weg

Stärker auf regenerative Energien setzen möchte Besucher Florian Sachers. Es gebe genug Holz in den heimischen Wäldern. Der Landkreis könnte es stärker verwerten, so wie es Geretsried beim neuen Hackschnitzel-Heizwerk für Schulzentrum und Hallenbad vormache. Demmel zeigte sich aufgeschlossen für alternative Energiequellen. In Königsdorf versorge sich das Rathaus mit Photovoltaik und Tiefengeothermie selbst. Er warnte aber davor, dem aktuellen „Hype“ um den Klimaschutz zu verfallen. Dem widersprach JU-Mitglied Andreas Ofenbeck. Man solle den „Hype“ vielmehr nutzen, um das Ziel der Klima-Autarkie im Landkreis zu erreichen. Tanja Lühr

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