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Machte trotzdem Stimmung: Obwohl nur wenige Besucher zur „Young Music Night“ im Geretsrieder Schulzentrum kamen, rockte „Manera“ aus Wolfratshausen die Bühne.

Musiker machen trotzdem Stimmung

Young Music Night im Geretsrieder Schulzentrum: Warum war so wenig los? 

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Die Young Music Night im Geretsrieder Schulzentrum wurde nicht zu der Party, die sich die Veranstalter wohl erhofft hatten. Die Musiker von „Manera“ und „Achtabahn“ gaben trotzdem alles. 

Geretsried – Lag es an zu wenig Werbung? Haben die Schüler nicht gut genug getrommelt oder ist eine Schulaula schlichtweg kein Ort zum Party machen? Zwei tolle Bands spielten bei der „Young Music Night“ am Freitagabend im Geretsrieder Schulzentrum – und keiner, respektive nur wenige gingen hin. Man darf sich an dieser Stelle schon einmal fragen: Wofür wurde monatelang geplant und organisiert? Wofür haben Jugendliche den ganzen Nachmittag Semmeln geschmiert und die Aula in ein Lichtermeer verwandelt? Kommt bei der Jugend Live-Musik nicht mehr an? Will heute keiner mehr tanzen und Spaß haben?

Zwei ortsansässige Bands hatten sich angekündigt, die man hier noch dazu persönlich kennen müsste. Sie haben sich bereits einen Namen gemacht: Manera aus Wolfratshausen, die heuer das Band-Battle von Radio Alpenwelle auf dem Geretsrieder Waldsommer-Fest gewonnen hatten und „Achtabahn“, ein Erfolgs-Projekt des gebürtigen Geretsrieders Matthias Kurpiers und Kevin Zaremba aus Königsdorf. Sie ergattern im Millionenbereich Likes im Internet für ihre synthetische Computer-Mischpult-Musik. Die Musiker nahmen das Desaster sportlich.

„Manera“ träumte von Auftritt auf der Aula-Bühne

„Das gibt’s immer mal. Woanders spielen wir vor Hunderten von Leuten“, sagt Matthias Kurpiers. Im ersten Set trat „Manera“ mit hartem Sound in deftiger Lautstärke auf. Frontsänger Fabio Faganello, Sohn des Eiscafé-Cristallo-Besitzers Maurizio Faganello aus Wolfratshausen, machte vor den rund 50 Zuschauern, die doch noch eingetrudelt waren, Stimmung. Die handgemachte, eigene Musik der Band gehört in das Genre Hardrock oder Stoner Rock. Musik, die mit Blues-Einflüssen ordentlich groovt. „Wir schreiben, worauf wir Bock haben“, erklärte Fabio in der Pause. Seit zwei Jahren gibt es die Band, sie proben im Saftladen. Mit dazu gehören Mika Erdelt (Gitarre), Maxi Stach (Bass) Abraham „Abe“ Pfeiffer (Schlagzeug). Ihr Credo: nicht verbiegen lassen. „Es muss vor allem uns Spaß machen“, sagt Fabio. Und das spürt man, das kommt rüber. Trotz des Publikumsdebakels freute sich Fabio. „Es war schon lange ein Traum, auf der großen Aula-Bühne aufzutreten.“

Im Anschluss bei „Achtabahn“ brauchte es keine Instrumente. Nur ein Mischpult und zwei coole Typen, ein bisschen Konfetti und einen riesigen Wasserball, der normalerweise über die Zuschauermenge hüpft. Der lag am Boden und wurde gelegentlich hin und her gekickt. Die beiden jungen Männer sehen sich nicht als Musiker. „Wir sind Songwriter und Produzenten“, sagen sie. Teils machen sie eigene synthetische Musik in acht verschiedenen Projekten, teils produzieren sie für bekannte Musiker. Ihr derzeit wohl berühmtester Abnehmer: Sänger Wincent Weiss mit seinem Song „Musik sein“, der derzeit deutschlandweit rauf und runter gespielt wird. 

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