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Eine Stadt im Wandel: So sah der Bereich um den Karl-Lederer-Platz 2006 noch aus - ziemlich trostlos. 

Stadtzentrum Geretried

Zehn Jahre BGZ: wie Geretsried urban wurde

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Vor über zehn Jahren eröffnete am Karl-Lederer-Platz das BGZ-Gebäude. Der Vorgang gilt als Auftakt für die Aufwertung des Stadtzentrums. Seitdem hat sich in Geretsried - zumindest optisch - einiges verändert. 

Geretsried Im Herbst vor zehn Jahren wurde das Baugenossenschafts-Zentrum (BGZ) an der Egerlandstraße feierlich eröffnet. Das Wohn- und Geschäftshaus mit seiner modernen Architektur gab die Initialzündung zur Aufwertung des Stadtzentrums. Seither haben einige Eigentümer nachgezogen und ihre Häuser umgebaut oder durch Neubauten ersetzt.

Während der Bauphase sorgte die Optik des Gebäudes für Diskussionen. Doch das legte sich, nachdem sich das viergeschossige Haus mit 21 Wohnungen und 13 Gewerbeeinheiten mit Leben gefüllt hatte. „Der Bau ist ein klares Zeichen für moderne Architektur in unserer jungen Stadt“, sagte der damalige BG-Vorstand Walter Büttner bei der Einweihung im Jahr 2008. Und auch Bürgermeisterin Cornelia Irmer zeigte sich zufrieden: „In meinen Augen ist das ein sehr gelungenes Gebäude, eine große Sache für unsere Stadt und der krönende Abschluss der Neugestaltung unseres Zentrums.“ Rund drei Millionen Euro hatte sich die Stadt den Umbau von Egerlandstraße und Karl-Lederer-Platz kosten lassen. Das Geld floss in die Verschmälerung der Fahrbahnen, die Neugestaltung des Platzes und die Verlegung von Parkplätzen. Außerdem wurden ein künstlicher Bachlauf integriert und Bänke aufgestellt.

Etwa 13 Millionen Euro hatte die Baugenossenschaft in ihr bis dato größtes Einzelbauvorhaben investiert (siehe Interview oben). Es gab einen Architektenwettbewerb, aus dem der Münchner Thomas Hammer als Sieger hervorging. Zuvor war geprüft worden, ob das rund 50 Jahre alte Gebäude nicht doch hätte saniert werden können. Das Resultat fiel ebenso eindeutig wie vernichtend aus. BG-Geschäftsführer Selig erinnert sich: „Die vorhandene Bausubstanz war so schlecht, dass ohne eine vollständige Sanierung in Höhe von mehreren Millionen Euro keine sinnvolle Weiternutzung möglich gewesen wäre.“

Heute ist das BGZ ein prägendes Element im Stadtbild, dem ein zweites BGZ folgen soll. Die in die Jahre gekommenen Häuser an der Egerlandstraße 58 bis 74 sollen ab November 2019 abgerissen werden. Dort will die Baugenossenschaft bis 2022 einen modernen, teils sechsgeschossigen Wohn- und Geschäftskomplex errichten. 

 nej

Lesen Sie auch: Zehn Jahre BGZ in Geretsried: Geschäftsführer Wolfgang Selig zieht Fazit

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