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Zeitung in der Schule: Deutschlehrer Stefan Dettl (re.) und die Schüler der 8a hatten Redaktionsleiter Carl-Christian Eick zum Abschluss des „Klasse“-Projekts eingeladen. Rund zwei Stunden stand er den jungen Gymnasiasten Rede und Antwort.

„Klasse“-Projekt

Zeitung in der Schule: So war‘s in Geretsried

Im Rahmen des „Klasse“-Projekts bekam die 8a des Geretsrieder Gymnasiums kürzlich Besuch von einem Redakteur.

GeretsriedIn den vergangenen vier Wochen standen für die Klasse 8a des Geretsrieder Gymnasiums nicht nur Mathe, Englisch, Sozialkunde und Sport auf dem Stundenplan. Deutschlehrer Stefan Dettl hatte die Schüler fürs „Klasse“-Projekt des Münchner Merkur angemeldet. Einen Monat lang beschäftigten sich Dettl und die 8a intensiv mit dem Thema Zeitung. Den Abschluss des Unterrichtsprojekts bildete ein Besuch von Carl-Christian Eick, Redaktionsleiter des Geretsrieder Merkur/Isar-Loisachboten.

Eick nahm die 14-Jährigen mit durch den Tag eines Zeitungsredakteurs. Los geht’s mit einer Morgenkonferenz, es folgen Recherche-Arbeiten und Interview-Termine. Nach einem letzten prüfenden Blick verlässt die Zeitung gegen Abend die Redaktion auf digitalem Weg in Richtung Druckhaus in Penzberg. Nein, Feierabend haben die Redakteure dann noch nicht: Eine Stadtratssitzung in Geretsried und ein Konzert des Kammerchors des Geretsrieder Gymnasiums wollen noch besucht werden. Nicht zu vergessen das Abendspiel der Geretsrieder River Rats, Bully im Eisstadion an der Jahnstraße ist um 19.30 Uhr. Immer vorausgesetzt, dass keine kleinen oder großen Katastrophen den Gesamtplan durchkreuzen. Denn: Der Leser setzt auf aktuelle Informationen. Falls der Redaktionsschluss keinen sogenannten „Nachschub“ mehr erlaubt – der Münchner Merkur und seine Heimatzeitungen informieren rund um die Uhr über ihre Online-Plattformen und Facebookseiten.

In diesem Zusammenhang wies der Redaktionsleiter die Gymnasiasten auf den grundlegenden Wandel hin, der sich in der digitalen Welt vollzogen hat: „Die Redakteure schreiben ihre Berichte längst nicht mehr nur für eine gedruckte Zeitung, sondern darüber hinaus für die Online-Portale der jeweiligen Medienunternehmen.“

Der Weg in den Journalismus beginnt häufig mit einem Praktikum. Solche Jobs gibt’s auch in der Redaktion des Geretsrieder Merkur/Isar-Loisachboten in Wolfratshausen. Wer diese Feuertaufe besteht, anderen Menschen gut zuhören kann und Spaß daran hat, das Gehörte in Worte zu fassen, bewirbt sich um einen Ausbildungsplatz (Volontariat). Nach zwei Jahren Ausbildungszeit ist der Rucksack prall gefüllt mit theoretischem Wissen (Stichwort Presserecht) und praktischen Erfahrungen. Läuft alles glatt, steht auf dem ersten Arbeitsvertrag: Redakteur.

Eick appellierte an die Achtklässler, sich mit Blick auf ein Praktikum rechtzeitig zu bewerben: „Ihr seid nicht alleine auf der Welt.“ Und er riet den Schülern: „Lasst Euch nicht von der ersten Absage entmutigen. Verfolgt Euer Ziel hartnäckig.“

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