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„Chicas rizadas“: Unter diesem Team-Namen machen sich die Geltingerin Jennifer Herrmann (li.) und ihre Freundin Jessica Feichtmayr am Freitag auf den Weg.

"BreakOut"

Ungewöhnlicher Spendenlauf mit Geretsrieder Beteiligung

Geretsried - Mit "BreakOut" startet am Freitag ein ungewöhnlicher Spendenlauf. Jennifer Herrmann aus Geretsried und ihre Freundin Jessica Feichtmayr sind mit dabei.

Wo Jennifer Herrmann am Samstagabend sein wird, weiß die 22-Jährige noch nicht. „Vielleicht irgendwo im Norden, vielleicht sind wir auch in Spanien“, mutmaßt sie. Die Geretsriederin nimmt zusammen mit ihrer Freundin Jessica Feichtmayr aus Wolfratshausen am „BreakOut“-Spendenlauf teil. Ziel der Aktion ist, ohne Geld innerhalb von 36 Stunden so viele Kilometer wie möglich zurückzulegen. Die Aktion kommt der UNO-Flüchtlingshilfe zugute.

„Wir wollen versuchen, eine möglichst hohe Summe zu erlaufen“

Jennifer Herrmann und Jessica Feichtmayr suchten im Bekanntenkreis Sponsoren. Für jeden Kilometer, den die beiden Studentinnen hinter sich bringen, fließt Geld an das Flüchtlingswerk. „Wir wollen versuchen, eine möglichst hohe Summe zu erlaufen“, sagt Herrmann. Sie wollte schon im vergangenen Jahr teilnehmen. „Leider habe ich aber zu spät davon gehört.“ Umso größer ist heuer ihr Tatendrang.

Die beiden Freundinnen treten als „Chicas rizadas“ (zu deutsch: „lockige Mädchen“) an. Wie sie sich fortbewegen werden, ist noch unklar. „Wir werden vielleicht versuchen zu trampen“, erklärt Herrmann. Wenn sich ein Fernbus-Unternehmen überreden lässt, könnte man auch einen Teil des Weges im Bus oder in der Bahn zurücklegen. „Dann muss uns aber jemand das Ticket bezahlen“, erklärt die angehende Biochemikerin. „Der Weg wird uns also quasi vom Zufall vorgegeben.“

"Chicas rizadas" berichten auf Facebook

Auf das Abenteuer, das am Freitagmorgen beginnt, freut sich die 22-Jährige schon mächtig: „Das wird bestimmt eine tolle Erfahrung. Einmal raus kommen, weg von der Uni und kein Ziel vor Augen haben.“ Die Abenteuerlust ist nicht der einzige Grund für die Teilnahme. „Es ist toll, dass man bei dieser Aktion auch etwas Gutes tun kann.“ Wer die Reise der beiden jungen Frauen verfolgen möchte, kann dies im sozialen Netzwerk Facebook tun. Dort haben sie eine eigene Seite unter dem Namen „BreakOut 2016 – Team Chicas rizadas“ eingerichtet.

Sicherheitsaspekt spielt wichtige Rolle

Die jungen Frauen machen sich ohne Vorkenntnisse auf den Weg. „Wir haben beide noch keinen Road-Trip oder etwas Ähnliches gemacht“, berichtet Herrmann. Sorgen macht sich die Geltingerin deshalb nicht. „Zum einen sind wir zu zweit, zum anderen gibt es eine App, auf der wir angeben müssen, wo wir sind und wie wir uns gerade fortbewegen.“ Vor allem, dass sie die Tour nicht alleine unternimmt, ist Herrmann wichtig: „Ganz alleine hätte ich mich wahrscheinlich nicht dafür angemeldet.“ Auch für die Sicherheit, zum Beispiel beim Trampen, sei das ein wichtiger Punkt.

Ein kleines Problem gibt es allerdings für die beiden Freundinnen: „Da wir nicht wissen, wo wir landen, können wir auch nicht sagen, wie wir wieder nach Hause kommen.“ Wenn die beiden Gefallen daran gefunden haben, als Anhalter zu fahren, könnten sie sich vorstellen, diese Möglichkeit auch auf ihrer Heimreise zu nutzen. Eine Grenze für ihren Road-Trip haben sich die beiden nicht gesetzt. „Wir wollen nur so weit wie möglich kommen.“ Wo der Weg sie hinführt, ist zweitrangig.

Dominik Stallein

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