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Schnelle Staffelläuferinnen: Die Damen der Startgemeinschaft Ammer-Isar-Loisach nahmen von Sportreferent Wolfgang Werner (li.) und Bürgermeister Michael Müller die Auszeichnung für die beste Jugendmannschaft entgegen.

Sportlerehrung

Zu Wasser und zu Land

Die Stadt Geretsried ehrte am Samstag ihre erfolgreichsten Sportler.  

Geretsried – Kaum vorstellbar, dass der Sportlerehrung mangels Vorschlägen der Vereine vor ein paar Monaten noch die Absage gedroht hatte (wir berichteten). Denn die zweite Auflage der seit 2016 in neuer Form gestalteten Ehrung erwies sich als voller Erfolg. Rund 200 geladene Gäste warteten am Samstagabend im Ratsstubensaal gespannt auf die Bekanntgabe der Sieger, die zuvor von einer Jury aus Vereinsvorständen und Mitgliedern des Sportausschusses in insgesamt vier Kategorien ausgewählt worden waren.

Beste Erwachsenenmannschaft: Trainer Uwe Eckhoff (re.) freute sich mit zwei seiner besten Spieler über die Auszeichnung für die TuS-Badmintonabteilung.

Bevor Bürgermeister Michael Müller und Sportreferent Wolfgang Werner Urkunden und Medaillen an die Nominierten verteilten, stellte Moderator Christoph Götz die zwei Musikschüler Daniel Motan und Markus Kölbl vor. Die beiden sprangen kurzfristig für die wegen einer Erkrankung geschwächte Formation „two & two“ ein und begleiteten den rund zweieinhalbstündigen Abend musikalisch.

Danach prüfte Götz noch einmal das sportliche Gewissen des Bürgermeisters. Im vergangenen Jahr hatte Müller eingeräumt, dass er nur selten Zeit für sportliche Aktivitäten habe. „Mittlerweile laufe ich regelmäßig“, erklärte der Rathauschef. Dagegen wurde Sportreferent Wolfgang Werner von Götz nach seinen Wünschen gefragt. Die Antwort des ehemaligen Eishockey-Torwarts ließ nicht lange auf sich warten: „Ich wünsche mir drei Hallen für Geretsried: eine für die Turner, eine für die Schwimmer und eine für die Eishackler“, forderte Werner.

Strahlende Siegerin in der Kategorie Jugend Einzel: Ultimate-Frisbee-Nationalspielerin Franziska Meyer mit Moderator Christoph Götz (li.) und Bürgermeister Müller.

Nach dieser lockeren Einführung wurden die Leistungen der nominierten Sportler und Vereine auf einer Leinwand bilderreich dargestellt. 42 Vorschläge waren der Jury vorgelegen. Am Ende blieben in den vier Kategorien 20 Nominierte übrig. Zuerst verkündete Bürgermeister Müller den Namen der besten jugendlichen Einzelsportlerin. Die 1999 in Geretsried geborene Franziska Meyer sorgte in der deutschen Ultimate-Frisbee-Nationalmannschaft als Torschützin und Spielgestalterin für Furore.

Wie ein Fisch im Wasser: Lisa Alpers ist beste Einzelsportlerin des Jahres.

Ebenfalls Grund zur Freude hatten Luisa Spitzley (TuS Geretsried), Sophia Leckenwalter (TuS Geretsried), Katharina Vogel (TSV Peißenberg) und Franziska Aderbauer (TSV Peißenberg) die in der Startgemeinschaft Ammer-Isar-Loisach den Bayerischen Meistertitel über 4 x 100 Meter in der Altersgruppe U 20 errangen und nun als beste Jugendmannschaft ausgezeichnet wurden.

Den Aufstieg in die zweite Bundesliga knapp verpasst hat die Badminton-Abteilung des TuS Geretsried. Als Trostpflaster gab’s die Ehrung als beste Mannschaft in der Erwachsenen-Kategorie. Seit zehn Jahren im DLRG-Wettkampfteam schwimmt die 19-Jährige Lisa Alpers, die eine Urkunde als beste erwachsene Sportlerin entgegennahm. Als mehrfache Bezirksmeisterin war sie auch bei den Bayerischen Meisterschaften stets vorne mit dabei. „Ich lebe und liebe diesen Sport“, erklärte die überglückliche Schwimmerin.

Über den lautesten Applaus durfte sich Willy Bahn freuen. Über 35 Jahre lang war er Eismeister im Heinz-Schneider-Eisstadion, bevor er sich heuer in den Ruhestand verabschiedete. Nach den minutenlangen stehenden Ovationen überreichte ihm der Sportreferent einen prall gefüllten Schmankerl-Korb. Darüber hinaus gab’s die obligatorische Urkunde und einen gefüllten Stoffbeutel der Stadt Geretsried.

Verschiedene Showeinlagen rundet die Sportlerehrung optisch ab. So zeigte die Kinder- und Jugendtanzgruppe des TuS spektakuläre Choreografien. Solomon Solgit jonglierte gekonnt mit Messern, Keulen und Bällen. Ex-TuS-Chef Stephan Heinle lieferte sich mit Uwe Eckhoff ein schweißtreibendes Badminton-Match. Bernd Walter demonstrierte mit einer weiblichen Trainingspartnerin japanische Kendo- und Iaido-Kampfkunst. Mit der Eröffnung eines üppigen Buffets endete der offizielle Teil der Ehrung. „Heute hat wirklich alles funktioniert“, freute sich Markus Lacherdinger vom Sportamt.

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