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In den Isarauen hat ein Geretsrieder im Sommer Feuer gemacht. Nun stand er deshalb vor dem Amtsgericht. 

„Nur so ‘ne Art Lagerfeuer“

Zündelei an der Isar: Geretsrieder vor Gericht

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Weil ein Geretsrieder im Sommer in den Isarauen gezündelt hatte, musste er sich nun wegen „vorsätzlichen Herbeiführens einer Brandgefahr“ vor Gericht verantworten. 

Geretsried/Wolfratshausen – Der Mann schien die Aufregung nicht zu verstehen. „Ich wollte nur so ‘ne Art Lagerfeuer machen – wie früher in der Jugend“, erklärte der 53-Jährige, nachdem er nochmal gehört hatte, was die Staatsanwaltschaft ihm zur Last legte. Weil er am 12. Juli dieses Jahres auf einem Kiesbett in der Isar Totholz angezündet hatte, musste sich der Frührentner wegen „vorsätzlichen Herbeiführens einer Brandgefahr“ vor Gericht verantworten.

„Ich weiß nicht, wer solche Behauptungen aufstellt“, entgegnete der Angeklagte auf das Ermittlungsergebnis, es sei an jenem Nachmittag im Sommer „trocken und in Böen windig“ gewesen. Dadurch habe eine erhebliche Gefahr bestanden, dass sich durch Funkenflug ein Feuer hätte ausbreiten können. „Rechts und links war Isarwasser, vorne und hinten Kiesel“, stellte dazu der Frührentner fest. „Das andere Totholz war weit weg. Und dass es windig gewesen sein soll – davon habe ich nichts gemerkt.“

Limoflasche war nicht zum Löschen geeignet

„Wenn man ein Lagerfeuer macht, baut man doch Steine drum herum“, meinte Richter Helmut Berger. Dass eine erhöhte Gefahr bestanden habe, zeige allein die Tatsache, wie leicht der Baumstamm anzuzünden gewesen sei. Mit einem Einwegfeuerzeug hatte der Mann nach eigenen Angaben das „trockene Gras am Totholz“ in Brand gesetzt. Nachdem er von zwei Jugendlichen dazu aufgefordert worden war, habe er „mit Isarwasser gelöscht, so gut es ging.“ Die Bemühungen mittels einer Limoflasche waren nicht vollends von Erfolg gekrönt. „Es hat gequalmt, dann kam die Polizei“, berichtete der Geretsrieder. Die Gesetzeshüter ließen die Feuerwehr kommen. Der gelang es schließlich, mit Planen genügend Wasser aus der Isar zu schöpfen, und das Feuer zu löschen.

„Das ist überhaupt nicht ungefährlich, da Feuer zu machen“, wies Richter Berger darauf hin, dass die Sache rasch unkontrollierbar hätte werden können. „Wenn ich ein Lagerfeuer machen will, nehme ich kleine Äste, aber keinen Baumstamm“, hielt die Staatsanwältin dem Beschuldigten vor, der sich weiter uneinsichtig zeigte. „Ich hab’ da keine Gefahr gesehen. Wir haben schon viel größere Lagerfeuer gemacht“, sagte der 53-Jährige in seinem Schlusswort. Richter Berger verurteilte ihn zu einer Geldstrafe von 600 Euro und blieb damit deutlich unter dem Antrag der Staatsanwältin, die 1200 Euro beantragt hatte.  

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