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In den Isarauen hat ein Geretsrieder Feuer gemacht und anschließend Passante und Polizisten beschimpft. 

Polizisten wurden beschimpft

Zündler an der Isar: Schon wieder Aggressionen gegen Einsatzkräfte

Schon wieder hat ein Mann in Geretsried bei einem Brand die Einsatzkräfte vor Ort beschimpft. Polizeihauptkommissar Emanuel Luferseder appelliert an die Vernunft der Bürger.

Geretsried – Schon wieder hat ein Mann in Geretsried Einsatzkräfte beschimpft. Wie die Polizei berichtet, kam ein 53-jähriger Geretsrieder am Mittwochnachmittag auf die Idee, in den Isarauen auf Höhe der Sperlingstraße ein Feuer zu entfachen. Der Mann zündete auf einer Kiesbank dort abgelagertes Totholz an. Weil er das Feuer aufgrund des starken Windes nicht mehr allein löschen konnte, musste die Geretsrieder Feuerwehr anrücken. 

Zwei Spaziergänger, 17 und 18 Jahre alt, sprachen den Mann auf sein Fehlverhalten an. „Dieser wurde daraufhin aggressiv, er beschimpfte und beleidigte die Passanten“, berichtet Polizeihauptkommissar Emanuel Luferseder. „Auch gegenüber den eingesetzten Polizeibeamten habe der Mann wenig Einsicht gezeigt. Vergleichbar mit dem jüngsten Vorfall in Geretsried, bei dem sich Helfer der Freiwilligen Feuerwehr beschimpfen lassen mussten und sogar einer von ihnen von einem wütenden Autofahrer angefahren wurde, ist der Zündler an der Isar jedoch nicht. „Wir wissen, dass der Mann verhaltensauffällig ist“, sagt der stellvertretende Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Geretsried. 

Verrohung nimmt zu 

Polizeihauptkommissar Emanuel Luferseder beobachtet das zunehmende Aggressionspotenzial gegenüber Einsatzkräften schon lange.

Trotzdem habe er in jüngster Zeit verstärkt festgestellt, dass der Respekt vor Einsatzkräften – seien es ehrenamtliche Feuerwehrmänner oder Polizeibeamte – immer mehr abnimmt. „Diese Verrohung und das zunehmende Aggressionspotenzial beobachten wir leider schon lange“, sagt Luferseder im Gespräch mit unserer Zeitung. Vor Polizeibeamten hätten die Leute seiner Ansicht nach noch etwas mehr Respekt, weil sie wissen, dass ihnen eine Strafanzeige drohen kann. Bei Rettungskräften wie der Feuerwehr sei das oftmals nicht der Fall. 

Die Beschimpfungen und Pöbeleien haben laut Luferseder teilweise schon derartige Auswüchse erreicht, dass sich viele ehrenamtliche Wehren bereits weigern, bei Veranstaltungen den Verkehr zu regeln oder andere Arbeiten übernehmen. „Immer öfter muss die Polizei einen Beamten als Unterstützung stellen“, berichtet der Hauptkommissar. Das sei auch nach dem Unfall an der Jeschkenstraße der Fall gewesen. Richtig geholfen habe es trotzdem nicht. Dabei erfüllt die Feuerwehr in solchen Situationen hoheitliche Aufgaben. „Es ist gesetzlich geregelt, dass die Anweisungen der Feuerwehr befolgt werden müssen“, erklärt Luferseder mit Nachdruck. „Auch wenn die Uniform eine andere ist.“

mh

Im Video: Feuerwehrtaucher in der Isar

Video: SnackTV

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