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Im Kampf gegen den Plastikmüll: Lehrer Dr. Christian Krämer, Naturfotografin Bettina Kelm und Gymnasiums-Direktor Dr. Hermann Deger.  

Vortrag in der Schule

Zum Schutz der Weltmeere: Kampf dem Plastik

Wenn Plastik im Meer landet, kann das fatale Folgen haben. Welche, das zeigte Naturfotografin Bettina Kelm in einem eindrucksvollen Vortrag.

Geretsried Grün, grau, braun oder gelb? Seit Jahresanfang gibt es im Landkreis eine zusätzliche Tonne für Verpackungsmüll. Das beschäftigt auch das Gymnasium Geretsried. Zusammen mit der Realschule Geretsried organisierte die Schule deshalb einen Vortrag.

Direktor Dr. Hermann Deger schärfte den Schülern ein, wie wichtig Mülltrennung für die Allgemeinheit ist: „Es geht nicht darum, zu trennen um des Trennens willen, sondern darum, möglichst viele Rohstoffe zu recyceln.“ In jeder Klasse hätten sich zwei bis vier Freiwillige zu „Müllbeauftragten“ erklären lassen. Sie haben ein Auge darauf, dass ihre Mitschüler die Regeln der Mülltrennung beachten.

Schockierende Bilder

Mit dem Vortrag wollte man die Schulfamilie weiter sensibilisieren. Reisereporterin und Naturfotografin Bettina Kelm berichtete vor über 200 Schülern von ihren Eindrücken in Panama. Mit schockierenden Bildern zeigte sie das Ausmaß des Plastikmülls in den Weltmeeren. Die Schüler sahen Fotos einer Schildkröte, die vom bloßen Gewicht eines übergroßen „Plastikschwamms“ aus Bechern, Tüten und Nylon-Netzen unter Wasser gehalten wurde. Zusammen mit einem Kollegen rettete Kelm das Tier vor dem Ertrinken. Aufeinem Bootstrip fotografierte sie eine Müll-Insel, die im Ozean trieb. Inmitten des Schwemmguts erspähte sie einen großen weißen Brocken – es war ein Wal, der an dem Plastikmüll erstickt war.

Einfache Auswege

„Wenn man so etwas hautnah sieht, rüttelt das einen schon wach“, berichtete Kelm. Seitdem setzt sich die Naturfotografin für den Schutz der Weltmeere ein. Sie gab den Schülern Tipps, wie jeder einzelne seinen Beitrag dazu leisten kann. So sollte man beim Bäcker seinen Kaffee nicht im Wegwerfbecher mitnehmen. „Alternativen sind wiederverwertbare Becher.“ Oder man nehme sich die Zeit und trinkt seinen Morgenkaffee gemütlich im Café aus einer Tasse.

Auch der Kauf von stillem Mineralwasser aus Plastikflaschen ist vermeidbar. Kelm empfiehlt den Umstieg auf Leitungswasser. Wer Obst und Gemüse nicht abgepackt kauft, sondern auf dem Markt oder in Form einer nach Hause bestellten Biokiste, trägt ebenfalls einen Teil zur Entmüllung der Ozeane bei. dst

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